Region
10. November 2025

auch mehr arbeiten

auch mehr arbeiten. Bereut hat sie das Ende des Psychologiestudiums selten: «Ich habe auch heute noch viel mit Psychologie zu tun. Die Lerneffekte oder wie man Spannungsbögen aufbaut oder auch der Umgang mit Leuten, all das hat viel damit zu tun.» Sie sei zwar nicht mehr im Fach, doch sie könne täglich Dinge daraus nutzen: «Das Einzige, was ich hin und wieder vermisse, sind die Studenten. Ich habe gerne unterrichtet, die jungen Leute als Mentorin besucht oder Diplomprüfungen abgenommen. Das war etwas sehr Bereicherndes. » Im Bildungswesen gehe man einer sehr sinnstiftenden Tätigkeit nach, sagt sie, vom Marketing könne man das nicht immer behaupten.

auch mehr arbeiten. Bereut hat sie das Ende des Psychologiestudiums selten: «Ich habe auch heute noch viel mit Psychologie zu tun. Die Lerneffekte oder wie man Spannungsbögen aufbaut oder auch der Umgang mit Leuten, all das hat viel damit zu tun.» Sie sei zwar nicht mehr im Fach, doch sie könne täglich Dinge daraus nutzen: «Das Einzige, was ich hin und wieder vermisse, sind die Studenten. Ich habe gerne unterrichtet, die jungen Leute als Mentorin besucht oder Diplomprüfungen abgenommen. Das war etwas sehr Bereicherndes. » Im Bildungswesen gehe man einer sehr sinnstiftenden Tätigkeit nach, sagt sie, vom Marketing könne man das nicht immer behaupten.

Tiefe findet sich überall

Dennoch ist Domenica Flütsch überzeugt, dass sich Tiefe immer findet, wenn man tief genug gräbt: «Es gibt bei fast allen Themen Aspekte, die spannend sind. Manchmal muss man da halt einfach auch mal etwas abstrahieren oder das persönliche Weltbild einen Moment lang ausblenden.» In den Anfängen bei der Agentur arbeitete sie für Luxusmarken im Uhrenund Schmuckbereich. Da ging es auch um die Frage der Herkunft der Edelsteine: «Es gibt da auch üble Geschichten rund um Blutdiamanten oder Ähnliches, andererseits ist die Branche aber auch sehr spannend, eine grosse Handwerkskunst voller Schönheit, die auch zahlreiche Arbeitsplätze schafft.» Jede Geschichte, sagt Domenica Flütsch, habe am Ende zwei Seiten: «Und wenn mir etwas mal überhaupt nicht entspricht, kann ich es ja auch ablehnen.»

Genuss statt Politik

Zum Bücherschreiben kam Flütsch schliesslich durch die Anfrage eines Verlags. «Sie wollten ein Buch zum Thema Schokolade herausbringen, und das hat mich begeistert.» Im 2023 erschienenen Band «Schoggi Erlebnis Schweiz» dreht sich nun alles darum: «Mein Ziel war es, zu zeigen, was man alles entdecken kann, wenn man sich aufmacht zu den Schweizer Schokoladenorten. » Den Fokus legte sie dabei auf den Genuss und das Erlebnis rund um die Schokolade.

«Ich bin eine

Geschichtentante » Um etwas ganz anderes geht es im 2025 erschienenen Buch «Bündner Schätze», herausgegeben vom Kanton Graubünden, das sie zusammen mit Christoph Luzi realisiert hat. Luzi tourte anlässlich der Feierlichkeiten zu «500 Jahre Freistaat der Drei Bünde» 2024 als Projektleiter mit einem roten «Mini- Museum» kreuz und quer durch Graubünden und suchte nach Antworten auf die Frage, was den Menschen Heimat und Zuhausesein in Graubünden bedeutet. Rund 160 Menschen steuerten der mobilen Wanderausstellung passende Gegenstände zum Thema als Leihgabe bei. «Bündner Schätze » zeigt diese gesammelten Kleinode mitsamt ihren Geschichten. Domenica Flütsch vertieft sich gerne in solche Sachen. Immer wieder sei da auch Interessantes, aber längst Vergessenes dabei. Zum Beispiel, warum der Kanton ausgerechnet «Graubünden» heisst: «Das ‘Grau’ entstand in einem der ursprünglichen drei Bünde wegen der Kleidung der vielen einfachen Leute, die dort lebten», erzählt die Autorin. «Sie fertigten ihre Kleider selbst aus Wolle, und die war grau und ergab das graue Bündner Tuch – ihr Bund hatte erst ‘Oberer Bund’ geheissen. Bald nannte man seine Einwohner wegen ihrer Kleidung ‘Grischuns’, ‘die Grauen’, und so hiess er dann aber bald der ‘Graue Bund’.» Überhaupt hat sie die Arbeit an «Bündner Schätze» sehr genossen: «Da ich eine Geschichtentante bin, hat mich das wahnsinnig fasziniert, die Anekdoten zu hören, die die Leute erzählt haben, wenn sie ihre Leihgaben vorbeigebracht haben.» Das ausführliche Gespräch mit Domenica Flütsch finden Sie, wenn Sie den beigelegten QR-Code scannen.

Sie lebt in Zizers.

Verwandte Artikel
Freiwillige gesucht für den Bergwald
Kanton, Region
Kanton
Freiwillige gesucht – für den Bergwald der kommenden Generationen Jetzt ist es der richtige Moment, selbst aktiv zu werden! Wetterextreme wie Trockenheit, Stürme oder Starkregen verursachen viel dringliche Arbeit im Bergwald. Freiwillige des Bergwaldprojekts unterstützen lokale Forstdienste und machen den Bergwald zukunftstauglich.
Text/Foto:pd/zVg 
Juli 25, 2026
Die Leistungen unserer Bergwälder sind für uns alle unentbehrlich. Auf stabile Bergflanken, die Lawinen, Steinschläge und Hochwasser zurückhalten könn...
SVP kritisiert Verzögerungstaktik
Graubünden, Region
Graubünden
Seit Jahren leiden die Gemeinden entlang der Nord-Süd-Achse und an der N28 im Prättigau unter dem touristischen Ausweichverkehr. Verstopfte Dorfstrassen, eingeschränkte Lebensqualität und behinderte Rettungskräfte sind die Folge. Mit ihrem Fraktionsauftrag hat die SVP Graubünden eine konkrete, digitale und erprobte Lösung nach dem Vorbild der Gemeinde Birsfelden verlangt. Die Antwort der Regierung bleibt hinter den berechtigten Erwartungen der betroffenen Bevölkerung zurück.
Text/Foto: Jann Thöny/zVg 
Juli 25, 2026
Statt das Anliegen mit dem nötigen Nachdruck anzugehen, beantragt die Regierung eine Abänderung, die den Auftrag faktisch auf unbestimmte Zeit verschi...
Gratis ins Museum am 1. August
Graubünden, Region
Graubünden
Am 1. August laden das Bündner Naturmuseum, das Rätische Museum und das Bündner Kunstmuseum in Chur bei freiem Eintritt zum Entdecken ein.
Text/Foto: 
Juli 25, 2026
Im Rätischen Museum zeigt «Addio – Willkommen – A revair », wie Migration und Tourismus Graubünden prägten. Das Bündner Kunstmuseum widmet Heiner Kiel...
Bündner Geschichten und kulinarische Leckerbissen
Kanton, Region
Kanton
Die kulinarische Genussreise «Graubünden liest und geniesst » von RailGastro in Zusammenarbeit mit der Rhätischen Bahn verbindet Literatur und Kulinarik im gediegenen Rahmen. Während auf der Reise von Chur nach St. Moritz und zurück beeindruckende Landschaften vor dem Fenster des Gourmino-Speisewagens vorbeiziehen, geben Bündner Autorinnen und Autoren exklusiven Einblick in ihr Schaffen. Dazwischen sorgt ein Dreigangmenü für kulinarischen Genuss. «Bündner Literatur auf Schienen», ein inspirierendes Erlebnis auf der UNESCOWelterbestrecke der Rhätischen Bahn.
Text/Foto: pd/Rhätische Bahn 
Juli 25, 2026
Die neue Genussreise vereint eindrucksvolle Bahnfahrten, regionale Küche und persönliche Einblicke in das literarische Schaffen. Zwischen Viadukten, T...
Barro begeisterte erneut mit Violoncello-Konzerten
Prättigau, Region
Prättigau
Der bekannte Cellist François Barro war am 17. und 18. Juli wieder im Prättigau. Am Freitag, 17. Juli, spielte er in der Kirche Küblis und am 18. Juli dann in der Kirche St. Antönien.
Text/Foto: Alex Brembilla 
Juli 25, 2026
Diesmal beinhaltete das Programm die Suite in d-Moll von Philip Hacquart (1645–1691), die Fantasie in e-Moll von Georg Philipp Telemann (1681–1767), d...
Erfolgreicher Benefizanlass für Procap Grischun
Graubünden, Region
Graubünden
An der Freien Promenade in Davos engagierten sich Procap Grischun und die Helvetia Versicherungen gemeinsam für einen guten Zweck. Mit dem Verkauf von Hot Dogs und Getränken sammelte Helvetia Spenden zugunsten von Procap Grischun. Der gesamte Erlös der Aktion kommt der Organisation zugute.
Text/Fotos: Marlies Zimmermann 
Juli 25, 2026
Am Stand von Procap Grischun konnten Besucherinnen und Besucher ihr Geschick beim Dartspiel unter Beweis stellen. Als attraktive Preise winkten von de...