Region
10. November 2025

Höhli

D Sunnä mag zwar nonid di Tabäkälä vertriibä aber nottä is uusinnig grell. Zwüschetdüürä tanzend einzelni Schneeflöckli luschtig vor mirä Nasä ummer und leggendschi ganz fiin und muggsmüüschischtilä uf di weich Schneedechi.

D Sunnä mag zwar nonid di Tabäkälä vertriibä aber nottä is uusinnig grell. Zwüschetdüürä tanzend einzelni Schneeflöckli luschtig vor mirä Nasä ummer und leggendschi ganz fiin und muggsmüüschischtilä uf di weich Schneedechi.

Rächts vä miär türmt schi di mäjiestetisch Rätschäfluäh hööch uuf und linggs vä miär gäiz wakker stotzig z`Loch aab inä schiinbar graui Unendlichkeit. D Schtilli würd underbrochä, miär züchend d Schgii ab und bindend schä an dä Rucksack, z Klirrä vän dä Schtigiisä und dä Karabiner am Gschtältli womer jetz agleit händ, löst bi miär äs Gfühl vo Vorfreud ufäs Abentüür us. Midäm Pickel ir eintä Hand stapfi dür dä chnaitaif Schnee, bisi nuno Luft, oder äbä Bräntä vormer han. I wüälä äs Wiili in däm flüchä Pulverschnee. Äs gäid äs Momäntli, bis zmal ätis silbrig glenzendsch füriluäget-än Haaggä mimä Ringli drah, woi mi drahn absäilä wetti. Minä Kamerad ischt au biimer und fergget mr z’Seil. Miär schleuffends dür das silbrigä Ringli, i machä mi ah und dr Rescht väm Seil wärfemer in di grau Suppä under nisch. Miär gsehnd beedä nüüd, aber wüssend waamr hiiwend. I hangä mi ezä in das Seil, merkä wiä mis Härz feschter schlaht i miir Bruscht und taucha langsam in das grauä Meer ab. Mit dä Schtigiisä findi guätä Halt an däm veriischetä Chalchstein. Schritt für Schritt düraab inds Ungwüssä, mit uufluägä gsehni minä Kamerad nümä, ä dernä stockdicki Bräntä as mä chönnti Pritter drahnstützä. Nah guät 30 Meter abseilä erchenni de dr Usstiegsort, äs ischt ä Höhli, ja gra grösser als miis Schlafgmach dähäimet. Säbald i guätä Stand findä, bindi mi väm Seil los und gibä mim Kamärad äs Zeicha, daser naa cho chan. Ezä stahni vor derä Höhli und gra im säbä Momänt flaigend zwei Vögäli uus in di grau Näbelsuppä. Da is wättergschützt und äs liit au kei Schnee. I schtahn ganz stillä und losä äifacht ä Momänt. Jedesmal weni da bin, erstuunt mi diä uusägälihi Ruäh wa va däm Felsä uus-chund. I ha z Gfühl, dr eiget Schnuuf hallt in der Höhli. Mä kört zwüschetdüürä äs Vögäli zwitscherä und de widr äs fiins Ruuschä väm eltischtä Prättiger. Und de fahts ah rislä, eis Steinli naam andärä rauschend ar Höhli verbii. Schneechnöläli chomend purzelbäumig z’flaigä, zerscht ganz ordäli und ganz chleini. Ä lengäri meh Waar chund da wiä ä chleini Rüfi apper z sausä und i weiss, jetz chund minä Kamerad am Seil au zuämer. Waer bi miär ir Höhli ischt, bindeter z’Seil los und züchts uus. Miär nämend d Ski widr vam Rucksack, züchend z Gschtältli und d Schtigiisä ab und höckend nisch zerscht ämal zum äbiz schpiislä. Ä fäinä Stuck Alpchäs mit Brot und Salsiz – so chömmer de gschtercht d Abfahrt in Aagriff näh. Langsam hetschi au di Täbäkälä verabschiedet und vornisch liid ä uuverschpuurti, stotzigi Abfahrt. Ä Sunnästrahl schtriichlet ganz liäblich dr Höhläiigang und miär wüssend, jetz isch Ziit zum gahn. Mär leggend d Schgi ah und i tarf voruus fahrä. Viärzg Santimeter Nüüschnee und kei Spur – i machä di erschtä Renk, dr Schnee schtüübt mr nu so ins Gsicht, d Sunnä wärmt mini Paggä, miis Härz tuäd ä Gumpp und i lahn ä tonderlichä Juuz. Derä Erläbnis lehnd mi dr Wältschmärz fürä Momänt vergässä und i bin äso uusägäli dankbar, dasi da geborä bin und derigs tarf erläbä.

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