Marco Frigg im Interview
Marco Frigg lebt in Thusis. Aufgewachsen ist der Kreative in Chur. In seinem neusten Buch «Adidas und Zoccoli» schaut er zurück auf seine Kindheit und Jugend, die sich zwischen der Bündner Hauptstadt Chur und dem italienischen Veltlin abgespielt hat. Diese zwei Welten kommen in seinen Büchern immer wieder zum Zug.
Wenn Marco Frigg an seine Kindheit und Jugend zurückdenkt, fällt ihm als Erstes ein, dass er nie wirklich gerne in die Schule ging: «Wenn ich im Schulzimmer sass, war ich in Gedanken sehr oft auf Fantasiereisen.» Wirklich gern mochte er die Schule nur, wenn der Lehrer etwas erzählt habe. Nach der Schule hörte Frigg von seinem Vater wiederholt, dass er zwei linke Hände habe und wohl am besten in einem Büro aufgehoben wäre. Also absolvierte er eine kaufmännische Lehre; die gefiel ihm auch deswegen, weil er dazu gerade mal einen Tag in der Woche die Berufsschule besuchen musste. Im Nachhinein klingt das erstaunlich, denn Frigg war am Ende selbst 41 Jahre lang als Lehrer an der Gemeindeschule von Cazis tätig. «Schuld» daran, erzählt der inzwischen pensionierte Pädagoge lachend, sei eine Wette gewesen: «Eines Tages sass ich in Chur im Büro einer Werbeagentur. Mein Kollege Fritz kam herein und fragte, was mit mir los sei. Er hatte das Gefühl, dass ich dort einfach nicht am richtigen Ort sei.» Er habe dann mit einem Kollegen um eine Pizza gewettet und sei so eher zufällig Lehrer geworden. Das grosse Interview und eine Lesung von Marco Frigg finden Sie, wenn Sie den beigelegten QR-Code scannen.