50 Prozent zu Fuss oder mit dem Velo
Bis 2040 sollen in Graubünden 50 Prozent aller Wege zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt werden.
Dieses Ziel verfolgt die Bündner Regierung und stellte dazu am Montag ihre Strategie zum Langsamverkehr vor. Die Strassen seien überlastet, zudem verursache motorisierter Verkehr Emissionen, sagte Mobilitätsdirektorin Carmelia Maissen in Chur. Deshalb soll der Langsamverkehr künftig den gleichen Stellenwert erhalten wie der motorisierte. Um mehr Menschen zum Velofahren oder Gehen zu bewegen, brauche es Anreize wie Ladestationen für EBikes, geschützte Abstellplätze sowie sichere und attraktive Wege. Dafür müssten Zuständigkeiten und Prozesse klarer und einfacher werden. Eine neue Fachstelle soll nun Wege, Infrastruktur, Kooperationen und rechtliche Grundlagen entwickeln. Der Fokus liegt auf dem Alltagsverkehr, wo laut Maissen der grösste Handlungsbedarf besteht. Gründe dafür seien komplexe Zuständigkeiten, Nutzungskonflikte und fehlende Ressourcen. Auch die Gemeinden seien gefordert, erklärte Kantonsingenieur Reto Knuchel. Sie seien für Planung, Bau und Unterhalt des Wegnetzes zuständig, was vielerorts herausfordernd sei. Der Kanton wolle deshalb stärker unterstützen und besser koordinieren. Hinzu kommen besondere Herausforderungen wie Höhenlagen, dünn besiedelte Räume und anspruchsvolle Topografie. Trotzdem stehe Graubünden im kantonalen Vergleich gut da, betonte Maissen. Das nationale Veloweggesetz verpflichtet die Kantone, bis 2027 durchgehende, sichere Velonetze zu planen und diese bis 2042 zu realisieren.