PräKuScha im neuen Kultur.Haus
Stellen momentan in Conters aus: Die Prättigauer Kunstschaffenden.
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Am 26.November 2025
Prättigau

PräKuScha im neuen Kultur.Haus

Die Prättigauer Kunstschaffenden (PräKuScha) haben das neue Kultur.Haus in Conters für sich eingenommen. Eine grosse Vielfalt von 75 Werken versammelte sich auf drei Etagen. 14 Künstlerinnen und Künstler feierten am Samstag, 22. November, ihre Vernissage. Die Ausstellung kann nur an Anlässen im Kultur.Haus besucht werden.

Text/Fotos: Sara Smidt  

Das wollten sich eine Menge Leute nicht entgehen lassen. Intensiv wurde über auffällige wie auch unauffällige Werke diskutiert. Michael Fridman fiel die herausfordernde Aufgabe zu, diese höchst unterschiedlichen Stile, Themen und Techniken zu einem runden Ganzen zu formen. Der Mops von Anna Maria Thöny-Luck («Hund spoM») erhielt das auffälligste Podest. Mutterseelenalleine sass er im Treppenhaus und fragte mit seinem eindringlichen Blick, wie lange er sich noch gedulden muss bis, ja bis was? Die Skulptur gehört zu einer grossen Gruppe von Tierwerken. Selbstverständlich lassen sich die Kunstschaffenden hier von ihrer unmittelbaren Umgebung inspirieren, sodass eindringliche Tiercharaktere versammelt sind. Thöny-Lucks Skulpturen von Katzen und Ziegen verteilten sich auf allen Ebenen bis hin zum Empfang an der Strasse. Da sind ausserdem die filigranen Scherenschnitte von Monika Flütsch, sei es die Strubbel-Lisa, Kühe beim Skifahren oder Eislaufen sowie ein besonders grosses Werk, bei dem man sich fragt, wie das jemals in einem Leben mit einer kleinen Schere fertig werden kann. Die freie, fast comicartige Art von Juan Rios, zu malen und zu zeichnen, bringt einen gerne zum Schmunzeln. Geschichten formen sich vor dem Auge, wenn die Ziegen miteinander kämpfen und sogar die Zaunpfosten wie Geister entsetzt ausrufen. Sein von Mexiko inspirierter Stil, wo er herstammt, bringt ein besonders strahlendes, grünes Wildmannli hervor. Er ist im Prättigau angekommen und macht sogar noch alte Ski zum Kunstwerk. Da ist Barbara Dürr mit einer Serie von sechs kleinen, quadratischen Malereien mit Schafen träumerischer. Sie ruhen, weiden, warten, lauschen, träumen oder stehen einfach zusammen. Inspiration ist natürlich auch die bergige Landschaft mit ihren Bewohnerinnen und Bewohnern. Während Urban Troxler mit dem Pinsel sämtliche Gipfel erobert und virtuos Feinheiten erfasst, geht es Dschems Thöny um eine aufgeweckte Wirkung der Farbe. Seine flächigen Gute-Laune-Werke behaupten sich sogar gegen den Buffet-Tisch, der Reichhaltiges zu bieten hatte. Zart und sich tief in die Seele einschmelzend wirkt Kathi Shtraus Valärs Gemälde, wenn strahlendes Licht zwischen verschneiten Ästen im Wald spielt. «Öpis Fins» findet sich auch versteckt im Dachgeschoss in einem kleinen Nebenraum, wo sich Tutti Tettamantis Malerei sanft entfalten kann in ihrem rätselhaften Zauber. Vielleicht geht es um innere Landschaften wie auch bei Michael Fridman in seinem Gemälde «Luminiscence 2». Er schafft es, der Fläche eine betörende Räumlichkeit zu geben, indem er Schicht um Schicht malt.

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