Neuentwicklung klappbare Steinschlagpalisaden
Steinschlagpalisaden werden heute auf praktisch jeder Baustelle eingesetzt. Sie werden für Baupisten und Installationsflächen sowie für den Schutz vor herabfallenden Steinen und Geröll in Hanglagen eingesetzt. Ebenfalls dienen sie als zuverlässiger Steinschlagschutz bei Schüttungsarbeiten.
Bruno Eschmann von der Eschmann Bau AG hat erkannt, dass die Steinschlagpalisaden zwar häufig gebraucht werden, in der Lagerung und im Transport aber umständlich funktionieren. «Ich bin dann mit dem Wunsch auf Losa Forst & Mechanik von Diego Losa zugegangen und habe ihn angefragt, ob wir gemeinsam eine Neuentwicklung realisieren möchten.» Zwei, die gut zusammenarbeiten Der Tüftler aus Grüsch, der selbstständig im Forst und in der Mechanik tätig ist, sei sofort Feuer und Flamme gewesen. Gemeinsam habe man sich direkt dahintergeklemmt und innerhalb von gut einem Monat sei ein erster Prototyp entstanden. «Den Prototyp haben wir dann relativ schnell auch gebaut und getestet. Als wir erkannt haben, dass alles funktioniert und die statische Stabilität gewährleistet ist, sind wir kurz danach gleich in Serie gegangen. » Durchdachter Bausatz im Stecksystem «Innerhalb von drei Monaten ist das Ganze entstanden», sagt auch Diego Losa. Zusammengearbeitet hat der Tüftler schon mehr mit der Baufirma aus Grüsch. Laut Bruno Eschmann werde es je länger, je mehr Zusammenarbeiten geben. «Man merkt schnell, ob jemand ein Schnorri ist oder ob er wirklich etwas kann. Bei Diego habe ich schnell gemerkt, dass das funktionieren wird und wir den Schritt zusammen wagen.» Finanziell sei die Entwicklung und Erstellung der «Böcke», wie sie Eschmann nennt, schon eine Herausforderung. Da müsse alles sauber laufen. «Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Endergebnis. Und dass auch die Mitbewerber langsam auf diese Konstruktion aufmerksam werden, zeigt, dass wir da den richtigen Riecher hatten.» Inzwischen habe man die Zwischenelemente und Böcke auch schon anderen Unternehmen vermieten können, sagt Bruno Eschmann. «Das System ist beliebt, denn man braucht hier wirklich deutlich weniger Lagerplatz. Auftrumpfend im wirtschaftlichen und einfachen Transport, setzt das System neue Massstäbe in Effizienz und Sicherheit. Ein weiterer grosser Vorteil ist, dass man für die Montage gar kein Werkzeug brauche. «Es ist alles so überlegt und ausgetüftelt, dass man auf der Baustelle viel Zeit einsparen kann. Es ist alles gesteckt. Man hat drei Minuten, um ihn aufzubauen, und auch wieder drei Minuten, um ihn abzubauen.» Spannend zu sehen, dass auch im Kleinen noch Luft nach oben vorhanden ist und innovative Köpfe nicht nur an den Hochschulen sitzen, sondern auch mal draussen auf der Baustelle stehen und sehen, dass es für alle ein bisschen einfacher wird.
