Von den ersten Skipisten bis zum Erlebnisberg: Madrisa wird sechzig
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19.December 2025

Von den ersten Skipisten bis zum Erlebnisberg: Madrisa wird sechzig

Am Neujahrstag 1966 fuhren die ersten Gäste in silbrigen Gondeln hoch auf die Madrisa. Sechzig Jahre später sind die Gondeln blau – und die Beliebtheit des Gebiets ungebrochen. Zum Jubiläum gibt es auf Madrisa verschiedene Attraktionen – und die Wiedereröffnung eines legendären Skilifts.

Christian Imhof

Am Neujahrstag 1966 fuhren die ersten Gäste in silbrigen Gondeln hoch auf die Madrisa. Sechzig Jahre später sind die Gondeln blau – und die Beliebtheit des Gebiets ungebrochen. Zum Jubiläum gibt es auf Madrisa verschiedene Attraktionen – und die Wiedereröffnung eines legendären Skilifts.

«Alles fährt Ski, alles fährt Ski… », sang Vico Torriani 1963. Damit jedoch die ganze Nation tatsächlich Skifahren konnte, brauchte es genügend Pisten. In Klosters wurden in den 1960er Jahren mehrere Berge geprüft, um neue Skigebiete zu erschliessen. Die Wahl fiel schliesslich auf die Madrisa: Die sonnige Lage, die sanften Hügel und die überschaubare Grösse machten das Gebiet unterhalb des Madrisahorns ideal für Familien.

Neben mehreren Bügelliften wurden von Beginn weg auch Winterwanderwege angelegt. Am 1. Januar 1966 ging die Madrisabahn in Betrieb. «Die Türen der silbrigen Gondeln mussten die Bähnler jeweils von Hand öffnen und schliessen. In der ersten Saison wurde zudem eine Baubaracke zu einem Restaurant umfunktioniert, da sich der Bau des Restaurants Albeina – später Saaseralp – verzögerte», erzählt Nadja Rollier, stellvertretende Geschäftsführerin der Klosters-Madrisa Bergbahnen.

Immer neue Erlebnisse

Sechzig Jahre später sind die Gondeln blau, und die Madrisa bietet das ganze Jahr über eine Vielzahl an Erlebnissen. Das Winter- und Sommerangebot wurde kontinuierlich weiterentwickelt: von Pistenangeboten für jedes Niveau, Übernachtungen in der ersten Baumhütte der Schweizer Alpen über den Erlebnisspielplatz Madrisa-Land bis hin zum Speichersee Öpfelsee, der im Sommer einen Kneipp-Weg sowie eine schwimmende Event-Bühne bereithält.

Angebote zum Jubiläum

Zum sechzigjährigen Jubiläum in diesem Winter blickt man zurück: Entlang der Pisten laden verschiedene Stationen dazu ein, in die Geschichte der Bergbahn Madrisa einzutauchen. Auch die Gastronomiebetriebe feiern mit und bieten kulinarische Spezialitäten an.

Für zusätzliche Nostalgie sorgt die Madrisa-Post: Die beliebte Zeitung, die früher zweimal jährlich erschien und Informationen sowie Geschichten rund um Madrisa lieferte, wird einmalig wieder zum Leben erweckt. Sie ist an der Kasse der Talstation für zwei Franken erhältlich. In der Madrisa-Alp, gleich beim Eingang rechts, liegt zudem ein Jubiläums-Gästebuch aus. Hier ist Platz für Geschichten und Erinnerungen.

Skilift Glatteggen wieder in Betrieb

Nostalgiker dürfen sich ausserdem über die Wiedereröffnung des Skilifts Glatteggen freuen. Nach über zehn Jahren nimmt der komplett überholte und mit neuester Technologie ausgestattete Schlepplift den Betrieb wieder auf. Mit dem Skilift Glatteggen entsteht auch eine neue Piste und somit mehr Pistenkilometer für die Madrisa. Zudem entlastet er das Gebiet, wenn die Sesselbahn Schaffürggli aufgrund von Wind geschlossen werden muss. Allerdings ist der Betrieb schneeabhängig, da das Gebiet beim Skilift Glatteggen nicht beschneit werden kann.

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