«Auf der Guscha hat sich einiges verändert»
Am 1. Mai wird Alfred (Fred) Aebi aus Räfis 90 Jahre alt. Er erinnert sich an seine Zeit auf der Guscha, wo er 75 Jahre zu Gast war und nun altershalber Abschied genommen hat.
«Am 1.August 1944 kam ich mit meinem Vater, der als Festungswächter für den Unterhalt der militärischen Anlagen zuständig war, erstmals in Kontakt zur Guscha », erinnert sich Fred Aebi, der bei der Firma Hans Zehnder in Maienfeld eine Spenglerlehre absolviert hatte. «Nach einer Bergtour mit Hans Schnell von der Älplibahn zum Grauspitz und über den Samichlaus zum Falknis kamen wir auf dem Abstieg zur Guscha bei der leer stehenden Hütte auf dem Guschasattel (Mazorahöhe) vorbei. Diese stand offen und befand sich in einem desolaten Zustand. Der Boden war voller Ziegenlosung, der Ofen war defekt und die Einrichtung spartanisch. In der Folge gelangte ich an die Stadt Maienfeld, welche mir ermöglichte, die Hütte auf Vordermann zu bringen und von 1950 bis 1968 zu mieten. Leider endete das Mietverhältnis aufgrund von Eigenbedarf eines Maienfelders abrupt. Anfang der Siebzigerjahre konnten wir dann aber etwas weiter unten im Dürrwald eine andere Hütte beziehen.» Vieles verändert