«Man kann auch mal mehr machen, als man muss»
Schiers ist von der Bevölkerungszahl her die zweitgrösste Gemeinde im Prättigau. Mit der steigenden Beliebtheit kommen Herausforderungen betreffend Infrastruktur und Schulraumknappheit auf die Gemeinde zu. Im Rückblick auf das vergangene Jahr zeigt sich, dass die Gemeinde alle Hände voll zu tun hat.
Anna Margreth Holzinger ist seit zwei Jahren Gemeindepräsidentin von Schiers. Die Gemeinde stehe vor verschiedenen Herausforderungen, langweilig werde es ihr so schnell nicht. «Immer wenn man denkt, dass man eine Herausforderung gemeistert hat, kommen zwei, drei neue auf einen zu.» Es gehe der Gemeinde gut, auch wenn gewisse finanzielle Herausforderungen im Raum stünden. «Die Hauptherausforderung ist der Schulraum. Hier haben wir einen hohen Bedarf in recht schneller Zeit.» Jetzt wird der Schulraum angepackt Die Zahlen zeigen es: Schiers ist attraktiv für Familien. «Ab nächstem Schuljahr werden wir einen fünften Kindergarten und eine Klasse mehr haben. Somit brauchen wir rasch zwei weitere Schulräume. Den Schulraum konnten wir inzwischen organisieren. Für den weiteren Kindergarten sind wir noch auf der Suche nach Möglichkeiten.» Verschätzt bei den Kinderzahlen hätten sie sich nicht, stellt Holzinger klar. «Bei der Überbauung Sunnabündti haben auch alle gedacht, dass dort sehr viele Familien einziehen, was nicht der Fall gewesen ist. Aber was man merkt: Es gibt eine Verlagerung.» Viele ältere Personen, die in Einfamilienhäusern zuhause seien, wechseln in eine Wohnung und übergeben es innerhalb der Familie oder verkaufen es. Doch auch dass fleissig gebaut werde, habe einen gewissen Einfluss, genau wie die ganzen «Coronababys». Dass Schiers irgendwann ein Problem mit dem Schulraum haben werde, habe sich schon lange abgezeichnet. Doch den Kopf in den Sand zu stecken oder den Vorgängern die Schuld in die Schuhe zu schieben, ist nicht das Naturell von Anna Margreth Holzinger. «Ich kann sagen, dass wir es anpacken und eine Lösung finden werden. Mit meiner Kollegin und meinen Kollegen im Gemeindevorstand erarbeiten wir Lösungsmöglichkeiten und mit der Fachhochschule Graubünden wird ein Projekt aufgegleist, bei dem wir herausfinden, was auf dem Areal alles möglich ist.» Diese Stimme von aussen sei wichtig, damit man sich nicht