Zwischen Hallenboden und EM-Traum
Mit den gelaufenen 7,08 Sekunden bewerkstelligte Fynn Wyss bei seinem Einstand in die Hallensaison gleich eine persönliche Bestzeit über 60 Meter. Bald folgt der Start an den Schweizer Meisterschaften. Priorität für den Sprintspezialisten aus Igis haben jedoch die Outdoor-Wettkämpfe. Der U20-Angehörige tastet sich dabei an die Europameisterschafts-Limite heran.
In der Halle fühle er sich ziemlich wohl, sagt Fynn Wyss. «Der Boden ist ein bisschen härter als draussen, was gewöhnungsbedürftig ist. Aber sonst ist es von der Stimmung her recht angenehm zum Laufen.» Im Athletik-Zentrum in St.Gallen, wo er sich am letzten Sonntag zum dritten Mal in seiner sportlichen Laufbahn an einem Hallenmeeting beteiligte, ging der junge Bündner zum ersten Mal in diesem Winter an den Start. Zwei respektive drei Wochen davor hätte er die Möglichkeit gehabt, mit den Athletik-Juniors TV Landquart in der Ostschweiz zu trainieren. «Dies war aber in den Ferien, und wir gingen Ski fahren.» Welchen Stellenwert misst Fynn Wyss der Hallensaison bei? «Es sind die ersten Wettkämpfe des Jahres, und sie dienen als Standortbestimmung. Diese Rennen zeigen auf, was über den Winter passiert ist, wie weit man ist und wo noch Entwicklungspotenzial besteht. » Nach St.Gallen reiste der im Oktober 17 Jahre alt gewordene Athlet mit dem Ziel, im 60-Meter-Sprint so nahe wie möglich an die Zeit von 7,00 Sekunden heranzukommen – was ihm mit 7,08 Sekunden und zugleich neuer persönlicher Bestzeit recht gut gelang.