«Die Kultur ist der Schnee von morgen»
Jann Flütsch neben Sabine Rudolf vom Kultur.Haus Conters.
Prättigau, Region
11. Februar 2026
Prättigau

«Die Kultur ist der Schnee von morgen»

Am vergangenen Freitag feierte das lokale Kunstkollektiv «Präkuscha» die Finissage der Ausstellung im Kultur.Haus Conters. Dieser wohnten neben vielen Kunstinteressierten auch einige Prominente aus Politik und Gesellschaft bei.

Text/Fotos: Christian Imhof  

Kurz nach 19 Uhr begrüsste Sabine Rudolf vom Kultur.Haus in Conters das Publikum zur Finissage der Ausstellung. Sie bedankte sich bei den Künstlerinnen und Künstlern für das entgegengebrachte Vertrauen und dafür, dass das Kultur.Haus für fast drei Monate mit den Werken geschmückt wurde. «Es gab viele schöne Erlebnisse nach unseren Veranstaltungen, bei denen die Kunstwerke bewundert wurden und mit den Gästen über sie diskutiert wurde. Es war einfach toll, sie bei uns im Haus zu haben. Vielen lieben Dank.» Der Kulturminister und Amtsleiter zu Gast Präkuscha-Präsident Jann Flütsch war an diesem Abend ein echter Coup gelungen. Denn er konnte nicht nur die Gemeindepräsidenten Markus Patt und Johann Wolf für die Veranstaltung gewinnen, auch Kulturminister Jon Domenic Parolini und der Leiter vom Amt für Kultur Graubünden, Ursin Widmer, liessen es sich nicht nehmen, in Conters das lokale Kunstschaffen genauer unter die Lupe zu nehmen. Doch wer ein politisches Techtelmechtel mit dem Hintergedanken Stimmenfang erwartete, wurde wahrscheinlich enttäuscht. Denn Flütsch selbst hat längst die Fronten gewechselt und agiert inzwischen als Unterstützer der Kulturschaffenden und nicht mehr als Politiker. «Da staunen viele, denn ein Kultur.Haus wie dieses erwartet man nicht hier», sagte Jann Flütsch und bedankte sich herzlich bei Sabine und Beat Rudolf für das Gastrecht. Da er selber mal in einer Behörde tätig gewesen sei, habe er sich als frischer Präkuscha-Präsident entschieden, jeweils auch Personen aus der Exekutive einzuladen. «So kann Kunst und Kultur auch für Behördenmitglieder sichtbar gemacht werden. Erfreulicherweise haben einige zugesagt.» Bevor er die Kunstschaffenden einzeln vorstellte, nutzte er die Gelegenheit, das Spannungsfeld Kultur und Gemeindepolitik zu erörtern.

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