«Man muss es wollen»
71 Prozent des verbauten Holzes beim neuen Kindergarten in Untervaz stammt aus dem eigenen Wald. Für diesen Fokus auf das lokale Gewerbe und resourcenschonenden Umgang wurde die Gemeinde jetzt ausgezeichnet. Seit Mittwoch trägt der neue Kindergarten das Label Schweizer Holz, welches von Graubünden Holz verliehen wurde.
Beim Projektbeschrieb zum Neubau des Kindergartens war das Vazer Holz ein tragender Punkt. Dort steht geschrieben, dass sich die Gemeinde Untervaz früh im Projekt entschieden habe, den Bau mit möglichst viel Holz aus dem eigenen Wald zu errichten. Dieser Entscheid sei von den Architekten mitgetragen worden und so hätten sie den zusätzlichen planerischen Aufwand, den dieser Weg für die Planer und Unternehmer nach sich ziehe, mit Freude auf sich genommen. Das Vorzeigeobjekt offenbart, dass eine Rückbesinnung auf das lokale Gewerbe nicht die dümmste Idee ist. Denn rund 315 Kubikmeter Vazer Holz, bestehend aus Fichten und Lärchen, wurde verbaut, das sind über 70% des gesamten verbauten Holzes. Der grösste Teil sei für die Konstruktion verwendet worden, meistens unsichtbar in den Wand- und Deckenelementen. In den Innenräumen und auf dem Dach wird die Tragstruktur allerdings gezeigt und das Vazer Holz kann in Form von Stützen, Pfetten, Sparren und Latten erlebt werden.