«Mein Herz schlägt für Graubünden»
Am 14. Juni wird in Graubünden nicht nur der Grossrat gewählt, sondern die Bevölkerung entscheidet auch darüber, wer den Kanton in den kommenden vier Jahren regiert. Einer, der gerne den vakanten Sitz von Jon Domenic Parolini übernehmen würde, ist Maurizio Michael von der FDP.
Die Überraschung war gross, als die liberale Partei neben Regierungsrat Martin Bühler zusätzlich ihren Parteipräsidenten Maurizio Michael ins Rennen schickte. Die FDP hätte es auch so machen können wie die SP mit Peter Peyer und sich darauf beschränken, den Sitz des bisherigen Regierungsrats zu verteidigen. Seit mehreren Monaten habe die Partei intern darüber diskutiert, ob es sinnvoll sei, nur im Verteidigungsmodus in den Wahlkampf zu gehen, oder ob die FDP Anspruch auf eine stärkere Repräsentation in der Regierung erheben solle. «Dieses Thema haben wir länger diskutiert, ohne einzelne Personen in den Vordergrund zu stellen.» Ende Jahr sei dann der Entscheid gefallen, dass ein zweiter Kandidat Sinn mache, gerade auch wegen des Überraschungseffekts und weil die FDP damit Mut zeigen wolle.