Bär auf dem Weg ins Prättigau?
Vorletzten Dienstag tappte im Brandnertal (Montafon), wenige Kilometer von der Landesgrenze beziehungsweise vom Prättigau entfernt, ein Bär in eine Fotofalle. Wie Hubert Schatz, Landeswildökologe Vorarlberg, gegenüber dem «Südkurier» ausführte, handelt es sich dabei vermutlich um ein männliches Jungtier.
Da Bären in wenigen Tagen bekanntlich grosse Strecken zurücklegen können, ist es nicht ausgeschlossen, dass besagter Jungbär über das Lüneregg oder das Schweizertor den Weg ins Prättigau finden könnte – oder vielleicht schon dort war? Gemäss Arno Puorger, Verantwortlicher für Grossraubtiere im Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, könnte es sich allenfalls um den Bären aus dem Unterengadin handeln. Am 1.Juni sei eine Meldung über eine Sichtung an der Flüelastrasse bei Davos eingegangen – und seither aus dem Engadin keine mehr. «Dies könnte vom zeitlichen Ablauf darauf hindeuten, dass es sich beim Tier auf der Fotofalle im Brandnertal um den Engadiner Bären handelt. » Pourger betont dabei, dass es aber keinerlei genetische Nachweise gebe, welche diese These stützen könnten. Er bittet die Bevölkerung, allfällige Sichtungen oder Nachweise wie Spuren usw. bei der Wildhut zu melden.
