Noa Luca Demund gegautscht
Auch wenn er sich mit Händen und Füssen dagegen gewehrt hatte, am Mittwochnachmittag wurde Noa Luca Demund beim Brunnen vor der Druckerei win Landquart offiziell gegautscht. Den alten Brauch des Druckerhandwerks musste der Polygraf über sich ergehen lassen, da er seine Ausbildung mit der sensationellen Note von 5,1 abgeschlossen hatte.
Am Mittwoch regnete es endlich wieder mal, was für eine angenehme Temperatursenkung sorgte. Doch wegen dem Wetter die traditionsreiche Zeremonie der Druckerbranche ausfallen zu lassen, hatte niemand im Sinn. Wie ein gut gehütetes Geheimnis wurde der Termin innerhalb der Druckerei Landquart kommuniziert und mit viel Eifer wurde darauf geachtet, dass Noa Luca nichts davon mitbekommen würde. Als dann die Stunde schlug und die Mitarbeitenden Marianne Good (Gautschmeisterin), Roger Ammann (Schwammhalter), Michael Bieler, Remo Schoch und Johannes Candrian (Packer) bei ihm am Platz aufkreuzten, versuchte er doch noch dem ganzen Spektakel zu entkommen und schaffte es fast, durch die Hintertür zu fliehen. Als er dann aber merkte, dass sich ein Wegrennen nicht lohnt, zog er sich die mitgebrachten «Schwimmflügeli» über und fügte sich seinem Schicksal. Doch sein Widerstandswille schien weiter ungebrochen, sodass es vier Personen und eine ganze Menge Kabelbinder brauchte, um den störrischen Kerl zu bändigen. Mit Paukenschlägen wurde er dann zum Brunnen geführt und offiziell in die Welt der Schwarzkünstler überführt. Auch wenn er in seiner Freizeit ganz gerne als Zauberer tätig ist, nützten ihm hier seine Kartentricks wenig. Denn um aus dem Postlieferwagen zu entkommen, hätte es wohl einen Harry Houdini gebraucht.