«Das Ziel ist, dass der Nachwuchs gefördert wird»
Wer momentan durch Schiers spaziert, hört in der Regel Blasmusikklänge von der Evangelischen Mittelschule her. Momentan sind über 50 Kinder und Jugendliche an der EMS und üben anlässlich des Jugend-Brass-Band-Lagers für die beiden Konzerte am Freitag in der alten Turnhalle Schiers und am Samstag im Titthof in Chur.
JBBG-Präsident Johannes Valär freut sich, dass wieder viele Brassbandbegeisterte nach Schiers gepilgert sind. «Wir haben 53 Teilnehmende, sieben Registerleiter und letztendlich zwei Bands, die auf der Bühne stehen.» Die Vielfalt sei beeindruckend. «Wir haben hier Musikanten im Alter von 12 bis 25 und deshalb auch recht unterschiedlich vom Niveau her.» Das Ziel sei es, dass nach dieser Intensivwoche die Jugendlichen gestärkt zu ihren Vereinen zurückkehren. Am Anfang werde das Programm von den Musizierenden aus dem ganzen Kanton in Registerproben eingeübt, um es später als Ganzes vorzutragen. Das Lager sei wie ein Klassentreffen, sagt der Jenazer. «Es gibt viele, die sich nur einmal pro Jahr sehen und gemeinsam spielen, aber unter dem Jahr in ihren eigenen Musikgesellschaften tätig sind.» Aus seinem Ursprungsverein, der MG Jenaz, oder auch anderen Vereinen seien immer viele dabei. «Das Ziel ist, dass sie überregional Leute kennenlernen, speziell gefördert werden und musikalisch wachsen können.» Für den Ausbruch aus dem alltäglichen Musizieren im Vereinsrahmen hilft es auch, dass jedes Jahr andere Registerleiter und Dirigenten verpflichtet würden. Diese stammen meist nicht aus dem Prättigau, um dem Nachwuchs auch mal neue Perspektiven aufzeigen zu können. Das JBBG-Lager, das breite Unterstützung vom kantonalen Musikverband und auch der Förderstelle «Jugend und Musik» erhält, sei aber kein Selbstläufer, sagt Valär. Der siebenköpfige Vorstand investiere viel Freiwilligenarbeit, um möglichst viele Interessierte auf das Lager aufmerksam zu machen. Doch wenn sie sehen, wie sich der musikalische Nachwuchs entwickle, lohne sich das alleweil.