Ein Fundus mit Geschichte erhält eine neue Heimat
Am 29. August wird im Kulturhaus Rosengarten in Grüsch der neu eingerichtete Kleiderfundus offiziell eingeweiht. Hinter den Tausenden Kleidern, Hüten, Schuhen und Requisiten stecken eine über 40-jährige Geschichte und viel ehrenamtliche Arbeit. Der Umzug ins Dachgeschoss soll die einzigartige Sammlung langfristig sichern und fit für die Zukunft machen.
Wer das Dachgeschoss des Kulturhauses Rosengarten betritt, taucht in eine andere Welt ein. Auf langen Kleiderstangen hängen Gewänder aus verschiedenen Epochen, daneben warten Hüte, Schuhe, Accessoires, Uniformen, Hochzeitskleider und Requisiten auf ihren nächsten Einsatz. Was heute ordentlich unter einem Dach versammelt ist, begann vor mehr als vier Jahrzehnten mit einigen Kleidern aus Hausräumungen. Damals standen in Saas verschiedene Hausräumungen an. Der damalige Gemeindekanzlist Rolf Rauber fand es schade, die alten Sachen einfach zu entsorgen. Seine Frau Leni begann, Kleider und kleinere Utensilien aufzubewahren und für Anlässe auszuleihen. Bald sprach sich herum, was in Saas entstand. Aus einigen Schachteln wurde eine eigentliche Theaterkleiderstelle. «Am Anfang waren das vor allem Kleider aus Hausräumungen. Darunter waren aber wirklich wunderbare alte Sachen», erinnert sich Urs Giger, der heute für den Kleiderfundus verantwortlich ist. Mit den Jahren wuchs die Sammlung und mit ihr der Platzbedarf.