Wenn die Jagd ruht, ist in der Metzgerei Hochbetrieb
Die Gewehre schweigen während der einwöchigen Pause der Bündner Hochjagd, doch in der Metzgerei wird weitergearbeitet. Marcel Hefti aus Trimmis und sein Team nutzen die ruhigere Zeit im Betrieb in Zizers, um das Wild der ersten Jagdtage abzuarbeiten, Würste zu produzieren und die Läden für die zweite Runde zu rüsten.
Für die Jäger ist der Unterbruch eine Verschnaufpause. Für Marcel Hefti und sein Team ist er vor allem eine willkommene Gelegenheit, Rückstand aufzuholen. Denn während der Jagdtage werden zahlreiche erlegte Tiere angeliefert. Jedes einzelne bedeutet viel Arbeit. «Wenn die Jagd einfach weiterlaufen würde, hätten wir ein Problem», sagt Marcel Hefti. «Wir würden mit der Arbeit kaum hinterherkommen.» Während die Gewehre schweigen, läuft in der Metzgerei die Verarbeitung weiter. «Wir sind in dieser Woche mit dem Wild von der Vorwoche beschäftigt», erklärt er. Die bereits angelieferten Tiere werden fertig verarbeitet. Und falls das Team früher als erwartet durch ist, wartet schon die nächste Aufgabe: «Dann beginnen wir mit der Produktion der ersten Würste für unsere Jäger.» Von Ferien kann also keine Rede sein. Die ruhigeren Tage schaffen vielmehr Raum für Arbeiten, die während der intensiven Jagdzeit kaum möglich sind. Dazu gehört auch, in den Läden in Zizers, Chur und Valbella hausgemachten Pfeffer und einheimisches Wildfleisch auszustellen.