Sprengung entschärft die Gefahr am Matlusch
Zerklüftete Felsblöcke, aufwendige Schutzmassnahmen und eine gezielte Sprengung: Am Matlusch oberhalb der Steigstrasse in Fläsch war Präzisionsarbeit gefragt. Die akute Blocksturzgefahr ist entschärft. Bevor die Strasse wieder öffnet, sind jedoch weitere Sicherungsarbeiten nötig.
Am Matlusch entdeckten Bergführer am 21. September offene Klüfte und Veränderungen im Gestein. Die Untersuchung durch einen Geologen zeigte zwei stark zerklüftete Felskörper mit einem Gesamtvolumen von 40 bis 45 Kubikmetern. Ein grosser Block an der Basis war fast vollständig vom Felsverbund getrennt und wurde nur noch durch Reibung gehalten. «Bei einem Ausbruch hätten Sturzkörper trotz des Schutzwaldes mit hoher Wahrscheinlichkeit und beträchtlicher Energie die Steigstrasse sowie die Zustiege zum Klettergarten erreicht », erklärt Peter Ebneter vom Amt für Wald und Naturgefahren. Die von der Gemeinde veranlasste Sperrung vom 23. September war deshalb unumgänglich. Es handelte sich um eine Blocksturzgefahr, nicht um einen klassischen Felssturz.