Brennpunkt Wolf
Region
Am 01.November 2025

Brennpunkt Wolf

Thomas Dal Ponte, Seewis  

Kürzlich war ich in Zürich und war erstaunt, wie ich als Bündner in Zürich empfangen werde. An Abfallkübeln, Hauswänden, Anschlagbrettern usw. wird man als Bündner mit speziell angefertigten Aufklebern begrüsst! Ich finde es wirklich gut, wenn es Leute gibt, die ihr gestalterisches Können unter Beweis stellen und dies auch der Öffentlichkeit zeigen. Aber bitte verwendet doch nur etwas Verstand dafür, abgesehen es sei noch etwas übrig von diesem. Es ist mittlerweile jedem klar, dass die Thematik Wolf ein Dauerbrenner ist (leider). Genau aus diesem Grund ist es wichtiger denn je, über diese Thematik zu diskutieren und eine gute sowie nachhaltige Lösung zu finden. Im Schweizer Mittelland verschwand der Wolf bereits im 17. Jahrhundert zum letzten Mal, wobei er in der Alpenregion grösstenteils erst im 19. Jahrhundert das letzte Mal verschwand. Was ich mit dem sagen will, kann jeder für sich selber interpretieren. Er verschwand zu dieser Zeit natürlich nicht nur von selbst, sondern auch durch das Eingreifen des Menschen, da die Landwirtschaft existenziell sehr wichtig war. Im Jahr 1995 wanderten die ersten Wölfe wieder in die Schweiz ein, ob dies jedoch auf natürliche Weise geschah, sei dahingestellt. Das Thema Wolf wird in der heutigen Zeit leider oft durch eine ganz falsche Brille beurteilt und ist auch deshalb ein Brennpunkt in der Politik. Die SVP ist die einzige Partei, welche sich aktiv für Massnahmen gegen den Wolf einsetzt und versucht, unsere Landwirtschaft sowie Natur zu schützen. Leider gibt es von den anderen bürgerlichen Parteien nichts weiter als ein Schweigen! Es wird mit Emotionen, mit falschen Darstellungen und mit Wunschgedanken beurteilt, ob der Wolf ein Bleiberecht hat oder nicht. Zudem muss sich die ländliche Bevölkerung vieles von der naturfernen und ahnungslosen städtischen Bevölkerung vorschreiben lassen, was zu tun ist, wie zum Beispiel die originellen Entwickler des Aufklebers. Fakt ist, dass jeder einzelne lebende Wolf in der Schweiz im Schnitt über 1 Mio. CHF kostet, die Anzahl der geschaffenen Arbeitsstellen beim Bund sich innert der letzten 15 Jahre um ein x-faches vervielfacht haben (heute über 50 Stellen mit überdurchschnittlichem Gehalt), die Landwirtschaft um den Schutz ihrer Tiere und ihre Existenzen kämpfen müssen und all das auf Kosten des Steuerzahlers. Aus diesem Grund bin ich ganz klar der Meinung, dass Bund und Kanton jetzt handeln und sich positionieren müssen, wie das die SVP als einzige Partei bereits heute macht, und dass wir es unseren Vorfahren gleich machen, zumindest mit einer starken maximalen Regulation der Grossraubtiere in unserer schon kleinen Schweiz, welche ohne die jetzt geplagte Landwirtschaft nicht zu der geworden wäre, welche sie jetzt ist. Als Letztes möchte ich dem ganzen Gremium empfehlen, welches hinter den ganzen Aufklebern steckt, sich zu überlegen, wieso viele Leute genau aus dieser Region ihre Freizeit im schönen Bündnerland verbringen. Wir wissen besser, was für uns gut ist und was nicht!

Verwandte Artikel
Luzia Tschirky: Live aus der Ukraine
Prättigau, Region
Prättigau
Text/Foto: pd/cim/Tom Haller 
January 17, 2026
Am kommenden Mittwoch ist in Schiers mehr über die Ukraine und ihren Kampf für Selbstbestimmung und Freiheit zu hören. Luzia Tschirky lässt uns teilha...
Arno Lietha Zweiter
Prättigau, Region
Prättigau
In Courchevel fand ein weiterer Weltcup-Sprint statt. Dabei klassierten sich vier Schweizer unter den ersten neun.
Text/Foto: Peter Müller/zVg 
January 17, 2026
Hinter dem amtierenden Weltmeister wurde Arno Lietha guter Zweiter. Im Final stand auch der andere Schweizer Olympiateilnehmer, Jon Kistler, und wurde...
Malanser Bibelhandschrift
Herrschaft, Region
Herrschaft
In diesem Jahr feiert die Evangelisch- reformierte Kirchgemeinde Malans, dass sie sich vor 500 Jahren der Bewegung der Reformation angeschlossen hat. Vorgesehen sind mehrere Aktionen und Anlässe, verteilt über das ganze Jahr.
Text/Foto: Johannes Bardill 
January 17, 2026
Unter anderem möchte sie sich auch ein Geschenk in vorreformatorischer Art machen: ein handgeschriebenes Bibelbuch. Vor der Erfindung des Buchdrucks s...
Männerchor Schiers singt im Gottesdienst
Prättigau, Region
Prättigau
Text/Foto: pd/zVg 
January 17, 2026
Im Rahmen der Gebetswoche zur Einheit der Christen gestaltet der Männerchor Schiers den Gottesdienst am Sonntag, 18. Januar, um 10 Uhr in der katholis...
Fisch des Jahres 2026: Die Elritze
Graubünden, Region
Graubünden
Ein kleiner Fisch sorgt für grosse Überraschungen. Der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV) wählt die Elritze zum Fisch des Jahres 2026. Dieser unscheinbare Kleinfisch ist in der Schweiz immer noch weit verbreitet. In manchen Bergseen kommt er sogar massenhaft vor.
Text/Foto: pd-Mü/zVg 
January 17, 2026
Aus vielen Gewässern sind die Elritzen allerdings verschwunden. Dieser rätselhafte Unterschied lässt sich dank neuer genetischer Forschung besser vers...
Ziele und Schwerpunkte für das Jahr 2026 (Teil 1)
Graubünden, Region
Graubünden
Mit der Veröffentlichung des Jahresprogramms 2026 präsentiert die Bündner Regierung die wichtigsten Ziele im laufenden Jahr. Mit der Umsetzung der Ziele soll die Attraktivität des Kantons Graubünden weiter kontinuierlich verbessert werden. Schwerpunkte des diesjährigen Jahresprogramms bilden die schrittweise Umsetzung der kantonalen Personalstrategie sowie die Ausarbeitung und Inkraftsetzung von verschiedenen Gesetzesvorlagen.
Text/Fotos: pd-Mü/zVg 
January 17, 2026
Das Regierungsprogramm und der Finanzplan sind gemäss Kantonsverfassung die zentralen Instrumente der strategischen und politischen Steuerung im Kanto...