Überzeugen live: «Rosso and friends»
Am vergangenen Samstag war es so weit. Die 100 Gäste kamen bereits ab 19.30 Uhr in den Genuss eines musikalischkulinarischen Leckerbissens.
Am vergangenen Samstag war es so weit. Die 100 Gäste kamen bereits ab 19.30 Uhr in den Genuss eines musikalischkulinarischen Leckerbissens.
Das «Dine and music»-Ambiente passte bestens zu Rossos Unplugged-Versionen seiner Mundart- Pop- Rocksongs.
Den Abend eröffnete «Liza from the moon». Die Prättigauerin überzeugte mit ihrer Stimme und ihrem Charme. Die Bündnerin mit Berner Oberländer Wurzeln sang mal englisch, mal in Mundart. Auch Liza gab vorwiegend ihre Eigenkompositionen zum Besten. Nach einer Zugabe war es dann so weit: «Rosso and friends» betraten die Bühne und legten los mit Rossos Liedgut: «Milchris und Kompott», «Narzisse», «Silicon Valley», «Tarzan und Jane», um nur einige der insgesamt 20 Songs beim Titel zu nennen. Es gab Pop, Rock, etwas Funk und Balladen vom Feinsten. Rosso wechselte während des Abends Stil und Instrumente. Mal rockte er an der E-Gitarre fast in Hardrock-Manier, um gleich darauf eine Ballade am Piano zu spielen. Dieses Instrument war zwar grösstenteils von seinem Kollegen Reto Brennwald besetzt. Den bekannten Fernsehmoderator kennt Marcel Roth seit gemeinsamen Auftritten in einer Zürcher Bluesrock-Band Ende der 90er-Jahre. Zu den weiteren Bandmitgliedern gehörten Andrin Egli (Drum), Stefan Schölkopf (Backvocal), Andi Egert (Bass) und Liz Wyss, die nach ihrem Support Act als «Liza from the moon» den Rest des Konzerts als Backvocal-Sängerin zur Verfügung stand. «Rosso and friends» spielten während des Abends immer im Wechsel zu den Menügängen, die vom Hausherrn Chris Schneider und seinem Team serviert wurden. So jagte ein Ereignis das nächste und der Abend verlief unbemerkt schnell, fast zu schnell. Rosso überzeugte nicht nur als vielseitiger Musiker, sondern auch als Moderator seiner eigenen Show. Seine Songtexte haben es in sich und gingen in der musikalischen Fülle fast etwas unter. Ein Textkonzept habe er nicht. Ihm falle immer etwas ein. Oft seien es Beobachtungen im Alltag, die ihn inspirieren. «Manchmal muss ich eine Idee in Stichworten kurz notieren, um sie zu sichern.» Besungen werden Trampoline, Schrebergärten, Süssspeisen, Beziehungsaspekte … und immer auch wieder die Liebe zu seiner Frau. Auch seinen «Stiller Has»-Laudatio-Song über deren verstorbenen Frontmann Endo Anaconda gab Rosso zum Besten. Nach dem Dessert gab es noch zwei Zugaben: Rosso ist ein leidenschaftlicher Led-Zeppelin-Fan und widmete seiner Lieblingsband einen Song. Als Leckerbissen gab es dann noch ein spontanes Duett mit «Liza from the moon»: Rosso setzte sich ans Klavier und sang mit Liza den Patent-Ochsner-Hit «Scharlachrot ». So klang ein rundum schöner Abend aus. Auf die Frage, wie es nach dem Debütkonzert weitergeht, bleibt Rosso offen für alles. Er habe seit dem Sommer sehr viel Energie in dieses Projekt gesteckt und freue sich nun auch auf musikfreie Zeiten. Ganz so einfach scheint dies dann doch nicht zu werden: Mit den Robbsters steht er bereits am Wochenende wieder auf der Bühne. Apropos Stiller Has: Während dieses Gesprächs klingelt Rossos Telefon: Es ist der ehemalige Manager von Stiller Has. «Eben wurde ich angefragt, ob ich Lust hätte, meinen Song ‘Tschou Endo’ im Rahmen eines erneut geplanten Endo- Anaconda-Tribut-Anlasses zu singen. Das freut mich sehr und ist mir eine Riesenehre.»