Vom FC Landquart in die Super League
Mit 19 Jahren hat Corsin Konietzke schon erlebt, wovon viele junge Fussballer träumen. Der Mittelfeldspieler des FC St. Gallen gehört zu den hoffnungsvollsten Talenten des Schweizer Fussballs und er stammt aus unserer Region: Aufgewachsen in Igis, machte er seine ersten fussballerischen Schritte bei den Junioren des FC Landquart.
Mit 19 Jahren hat Corsin Konietzke schon erlebt, wovon viele junge Fussballer träumen. Der Mittelfeldspieler des FC St. Gallen gehört zu den hoffnungsvollsten Talenten des Schweizer Fussballs und er stammt aus unserer Region: Aufgewachsen in Igis, machte er seine ersten fussballerischen Schritte bei den Junioren des FC Landquart.
«Ich habe in Landquart begonnen und kam dann ins Team Südostschweiz, wo es erstmals Richtung Leistungssport ging», erzählt Konietzke rückblickend. «Dort habe ich die Grundlagen in Technik und Taktik gelernt. Das war der Grundstein. Und vor allem macht mir der Fussball seit damals grossen Spass.» Der Weg in den Profifussball Mit 14 Jahren wechselte der junge Bündner in den Nachwuchs des FC St.Gallen. Ein grosser Schritt. Sowohl sportlich wie auch persönlich. «Ich war damals nur noch am Wochenende zu Hause», sagt er. «Das war für mich und meine Familie nicht einfach.» Trotzdem war der Wechsel ein entscheidender Moment in seiner Entwicklung. «Das Niveau war viel höher, die Trainings intensiver. Ich konnte enorm viel dazulernen. » Schnell zeigte sich, dass er das Potenzial hatte, es weit zu bringen. Mit grossem Einsatz arbeitete er sich durch die Nachwuchsabteilungen – bis hin zum ersten Einsatz in der höchsten Liga.
Das Debüt im Kybunpark
«Ich erinnere mich noch sehr gut an mein erstes Super-League-Spiel», erzählt Konietzke. «Gegen Servette, im Kybunpark, wurde ich in der Halbzeit eingewechselt. Ich war natürlich aufgeregt, aber gleichzeitig einfach glücklich.» Damals war er erst 17 Jahre alt und spürte, dass sich all die Jahre harter Arbeit gelohnt hatten. «So einen Moment vergisst man nie. Das war sicher einer der grössten Augenblicke meiner bisherigen Karriere.» Das erste Tor – ein besonderer Moment Noch emotionaler wurde es, als Corsin Konietzke in der UEFA Conference League sein erstes Tor für St.Gallen erzielte. Zu Hause, vor eigenem Publikum. «Das war unfassbar schön», sagt er. «Solche Erlebnisse zeigen, dass sich das Dranbleiben lohnt.» Trotz solcher Highlights bleibt der junge Mittelfeldspieler bescheiden: «Ich will einfach in jedem Spiel mein Bestes geben und mich weiterentwickeln.» Im Dress der Nationalmannschaft Neben dem Vereinsfussball trägt Konietzke auch regelmässig das Trikot der Schweizer U21-Nationalmannschaft. «Es ist ein schönes Gefühl, die Schweiz zu repräsentieren », sagt er. «Mit der Mannschaft unterwegs zu sein, fühlt sich an wie ein zweites Team.» Bereits früher war er Teil der U17Nationalmannschaft, mit der er eine Europameisterschaft spielte. «Das war sehr speziell. Ein kleiner Traum ging da in Erfüllung.» Sein nächstes grosses Ziel: «Mit der U21 an der WM 2027 dabei zu sein.» Bodenständig dank Familie und Freunden Bei allem sportlichen Erfolg verliert Konietzke nie den Bezug zu seiner Heimat. «Meine Familie bedeutet mir unglaublich viel. Sie haben mich immer unterstützt, kommen zu fast jedem Spiel», betont er. «Die Freunde und Familie in Graubünden sind mein Fundament – ohne sie wäre das alles nicht möglich.» Mit Blick nach vorn
«Ich will weiter dranbleiben, so viel wie möglich spielen, mich verbessern», sagt Corsin Konietzke mit Blick auf die Zukunft entschlossen. «Natürlich träumt man von einem Titel oder einem Platz im internationalen Wettbewerb. Aber im Moment zählt, gesund zu bleiben und in jedem Spiel Vollgas zu geben.» Langfristig schielt er auch auf die A-Nationalmannschaft: «Das wäre natürlich ein Traum. Aber ich konzentriere mich jetzt auf die U21. Alles Schritt für Schritt.» Ein junger Mann aus der Region, der mit Leidenschaft, Fleiss und Bodenhaftung seinen Weg geht: Corsin Konietzke zeigt, dass auch grosse Fussballträume in Graubünden beginnen können.
3 Fragen an Corsin
Hast du einen Glücksbringer, ein Ritual, das dich vor dem Wettkampf begleitet?
Ein Ritual oder Glücksbringer habe ich nicht unbedingt, aber ich höre jeweils Musik vor dem Spiel.
Wie gehst du mit Rückschlägen oder Niederlagen um?
Das ist ein sehr grosses Thema im Leistungssport – gerade auch bei Verletzungen, die ich schon hatte. Es ist eine grosse Herausforderung, sowohl physisch als auch mental, wieder zurückzukommen. Ich versuche immer, das Positive zu sehen und mein Bestes zu geben. So auch im aktuellen Moment, wo mich eine Sprunggelenksverletzung etwas ausbremst.
Was darf nach einem erfolgreichen Wettkampf oder Spiel auf keinen Fall fehlen?
Etwas Gutes zu essen, ob zu Hause bei der Freundin oder auswärts mit Kollegen oder der Familie. Zeit mit den Engsten ist nach einem erfolgreichen Spiel immer das Schönste. Auch mal noch einen Film schauen oder etwas FIFA gamen, das gehört einfach dazu.