Auch in Landquart sind Volksentscheide zu akzeptieren!
Leserbriefe
29 November 2025
Leserbrief

Auch in Landquart sind Volksentscheide zu akzeptieren!

Vor vier Jahren haben wir über 700 Unterschriften für die Volksinitiative «Auftrag an den Gemeindevorstand für Vertragsver-handlungen mit den Bergbahnen Grüsch-Danusa AG in Sachen Konditionen eines Einheimisch-Bergbahntarifes mit spezieller Jugendsportförderung » gesammelt. Dieses Begehren hat sich in der Gemeindeversammlung sogar gegen den Vorschlag des Gemeindevorstands mit 180 zu 31 Stimmen klar durchgesetzt. Ein sehr deutliches Votum! Es profitieren alle vom attraktiven Angebot des Naherholungsgebiets. Durch den von den Bergbahnen Grüsch-Danusa mitfinanzierten Gratisbus sparen wir Anfahrtskosten, Parkplatzgebühren und Eltern müssen sich nicht in Fahrgemeinschaften organisieren. Das ist praktisch und umweltfreundlich. Doch nicht einmal vier Jahre nach Annahme der Volksinitiative will der Gemeindevorstand den generellen Einheimischtarif, die stark verbilligten Saisonkarten für Jugendliche sowie die Skiwoche des Kindergartens und die Skitage der Schule aufgrund von Sparmassnahmen schon wieder abschaffen. Der Vertrag wurde auf den erst möglichen Zeitpunkt gekündigt. Wir sind auch an einem gesunden Haushalt interessiert, doch hier wird am falschen Ort gespart. Dieser Antrag zeigt wenig Verständnis für die Anliegen der Bevölkerung. Er ist eine Kehrtwendung. Darüber hinaus zeigt er eine unzuverlässige, wenn nicht gar destruktive Haltung gegenüber unseren Partnern und Gemeinden in der Region. Wir haben ein Skigebiet in der Nähe, weshalb sollten wir es nicht unterstützen? Die damaligen Initianten fühlen sich nicht ernst genommen. Es werden Volksentscheide mit Füssen getreten, auf grundlegende demokratische Gepflogenheiten wird gepfiffen und generationenübergreifender Konsens wird verletzt. Dass in der kürzlich erschienenen Botschaft zwar sachlich, ausführlich und präzise formuliert wird, die Initiative aber in keinem Wort erwähnt wird, unterstreicht das unsaubere Spiel. Warum akzeptiert der Gemeindevorstand den Volksentscheid nicht? Weshalb werden Volksentscheide nach nur 4 Jahren in Frage gestellt?

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