Erich Lüscher: «Man muss den Menschen dienen»
Am 9. September 1937 kam Erich Lüscher in Oftringen zur Welt. An den Zweiten Weltkrieg könne er sich «schon noch erinnern», aber zu jung, um zu begreifen, «was da überhaupt los war». Seine Familie sei finanziell gut dagestanden, Mutter Elsa war Hausfrau, Vater Ernst Direktor der Holzkonservierung Zofingen. «Die haben damals die imprägnierten Holzeisenbahnschwellen gefertigt. Das habe ich von ihm gelernt.»
Er war das mittlere von drei Kindern. «Vom Mittleren sagt man ja, dass das die besten Kinder sind, da sie von oben und von unten ausgepresst werden.» Sein Bruder Edgar sei schon verstorben, die jüngere Schwester Elsbeth lebe noch. Das Thema Holz übernahm der Bruder, Erich hingegen zog es «schon früh in die Chemie ». In Zofingen hatte die Chemiefirma Siegfried einen Standort, wo er «in den Ferien hin und wieder ein paar Rappen verdiente». Seine Haltung habe sich früh gezeigt: «Das Geld liegt auf der Strasse, man muss nur nicht zu faul sein, es aufzuheben. » Nach der Schule absolvierte er bei der Ciba-Geigy AG in Basel die Lehre zum Chemielaboranten. Er wohnte in Pratteln «beim Schwingerkönig Vogt Peter», pflegte diese Kontakte bis heute, selbst geschwungen habe er aber nie.