Beim Schwimmen in Seen und Flüssen gehört die Boje dazu
Jedes Jahr ertrinken in der Schweiz beim Baden und Schwimmen in Seen und Flüssen rund 25 Menschen – oft in scheinbar vertrauten Gewässern. Fast 40 % aller Badenden sind noch immer ohne Auftriebsmittel im Fluss unterwegs. Besonders ältere Erwachsene schwimmen überdurchschnittlich oft allein und ohne Schwimmboje. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung lanciert deshalb pünktlich zur Badesaison 2026 die Kampagne «Nie ohne meine Boje».
Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) analysiert seit Jahren das Verhalten von Schwimmenden in Schweizer Seen und Flüssen. Die Erhebung 2025 zeigt, dass bereits gut 60 % in Flüssen ein Auftriebsmittel mitführen. Am häufigsten werden Schwimmbojen und Schwimmsäcke verwendet; sie machen über die Hälfte der genutzten Hilfen aus. Weit dahinter folgen etwa Schwimmnudeln und ähnliche Auftriebsmittel.
Dennoch könnten mehr Ertrinkungsunfälle verhindert werden. Beobachtungen zeigen: Fast 40 % gehen ohne Auftriebshilfe in fliessende Gewässer – obwohl diese im Notfall über Wasser halten kann. Je nach Standort bestehen deutliche Unterschiede. Faktoren wie die Länge der Schwimmstrecke, die Strömung oder die Wassertiefe beeinflussen die Gefahreneinschätzung.
Allein unterwegs: ein unterschätztes Risiko – besonders im Alter
Gemäss der BFU-Bevölkerungsbefragung 2025 geht rund jede fünfte Person allein ins Wasser; bei den über 64-Jährigen ist es sogar fast jede dritte Person. Gleichzeitig ist in dieser Altersgruppe die Bereitschaft geringer, eine Schwimmboje oder einen Schwimmsack mitzuführen. Allein und ohne Auftriebsmittel zu schwimmen, erhöht das Risiko erheblich: Treten gesundheitliche Probleme oder Erschöpfung auf, fehlt oft schnelle Hilfe. Eine Schwimmboje ist in einer solchen Situation etwas zum Festhalten und kann vor dem Ertrinken bewahren.
Machbarkeit ist kein Problem – es ist Gewohnheitssache
Die gute Nachricht: Mehr als 80 % jener befragten Personen, die bereits eine Schwimmboje oder einen Schwimmsack mitführen, empfinden dies als gut machbar. Die Hürde liegt also nicht im praktischen Aufwand, sondern in der fehlenden Gewohnheit. Denn was einmal zur Routine wird, kostet keine Überwindung mehr.
Neue Kampagne zur Badesaison
