Hunde, die bellen, beissen nicht
Ist es Ihnen auch schon aufgefallen? Kritik kommt meistens von Personen, die selbst nichts auf die Reihe kriegen. Doch wer es immer allen Kritikern recht machen will, macht sich selbst nur unglücklich.
Nach all den Jahren in der Öffentlichkeit habe ich bemerkt, dass man seine begrenzte Zeit am besten in sich selbst investiert, statt immer auf das Gras auf der anderen Seite des Zauns zu blicken. Gegen Ende Jahr komme ich jeweils ein wenig in den Stress. Einerseits wegen dem Besorgen von Geschenken, andererseits, weil ich gerne nochmals einen draufmache vor der besinnlichen Zeit zwischen den Jahren. In diesem Dezember habe ich mich dafür entschieden, gleich zwei Adventskalender auf die Beine zu stellen und zudem das Sonntagsgespräch wieder zu reaktivieren. Ganz nebenbei arbeiten wir im Hintergrund auch noch am neuen Webauftritt für die Zeitung. Das klingt vielleicht nach viel Arbeit, aber ich geniesse es durchaus, ein wenig unter Strom zu stehen. Was ich hingegen weniger mag, sind Menschen, die anstatt selbst etwas zu bewegen, lieber bei anderen die Fehler hervorheben. Erst vor Kurzem hat mich jemand angeschrieben und gebeten, ich solle unter einen Beitrag eines Machers auch meinen Kommentar hinterlassen. Das gehe ja gar nicht. Ich war kurz irritiert, schrieb dann aber bestimmt zurück, dass ich für solche Dinge keine Zeit habe. Es sei mir wichtig, meine eigenen Geschichten nach vorne zu bringen, und bevor ich etwas Negatives über jemanden sage, sage ich lieber gar nichts. Der Anstifter schickte daraufhin nur ein lachendes Smiley, und ich merkte, dass er nicht begriffen hatte, dass ich ihn als bellenden Hund entlarvt hatte. Ich finde Missgunst und Neid etwas vom Schlimmsten und versuche, das so weit wie möglich von mir wegzuhalten. Auch Ihnen wünsche ich im neuen Jahr möglichst viel Zeit mit sich selbst, damit gar keine Zeit mehr bleibt, um zu schauen, was bei den anderen schiefläuft. Negatives zieht Negatives an. Denken Sie daran, dass Positives auch Positives bewegen kann.