Mani-Heldstab im Interview
Elisabeth Mani-Heldstab hat einen wesentlichen Anteil daran, dass die Walserkultur im Kanton in den vergangenen Jahrzehnten nicht in Vergessenheit geraten ist. Obwohl sie ihr ganzes Leben schon geschrieben hat, hat die langjährige Präsidentin der Walservereinigung lieber anderen Schreibenden eine Plattform geboten, als selber Bücher zu publizieren.
«Ich habe immer ein Notizbüchlein dabei. Wenn mir etwas in den Sinn kommt, notiere ich es gleich dort hinein. Aber wirklich meine Ideen ausarbeiten und schreiben, das tue ich hier», erzählt Elisabeth Mani-Heldstab im Gespräch in ihrem Schreibstübchen. «An diesem Plätzchen ist es mir wohl. Hier bin ich für mich und kann richtig in die Geschichten eintauchen.» Alles andere blende sie aus, wenn sie sich fürs Schreiben entscheide. Es sei wie eine Blase, in die sie sich zurückziehe, um ungestört an ihren Texten zu arbeiten: «Das brauche ich zum Schreiben. Mitten im Gewühl und Gewirr drinnen kann ich das nicht.» Doch hier, in der Ruhe und der Fokussierung, sagt sie, «da entstehen die Momente, in denen ich auf mich selber höre.» An ihr erstes Gedicht erinnert sich die Autorin noch gut. Das habe sie im Lehrerseminar geschrieben: «Ich habe es zwar nicht mehr und kann es nur noch in Fragmenten auswendig, aber ich weiss noch, wie es entstanden ist.» Sie lebte damals in einer Wohngemeinschaft mit anderen Mädchen: «Wir haben uns dann immer in Gedichtform gesagt, was es zu sagen gab.» Mehr zu der Kreativen finden Sie, wenn Sie den QR-Code scannen.