Mit 19 Jahren Dirigent zweier Chöre
Mattia Ingellis dirigiert mit 19 Jahren den Männerchor.
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Am 17.Dezember 2025
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Mit 19 Jahren Dirigent zweier Chöre

Mattia Ingellis ist musikalisch begabt, schwärmt von der Magie des gemeinsamen Singens und dirigiert mit 19 Jahren bereits zwei Chöre. Wer ist der junge Mann mit Baritonstimme?

Text/Fotos: Eveline Scheidegger  

Mattia Ingellis wuchs im Domleschg in einer musikalischen Familie auf. Seine Mutter singt, die Grossmutter ebenfalls – und Mattia sang schon früh im Kinderchor, später dann im Schülerchor der EMS Schiers unter der Leitung von Martin Zimmermann. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder singt Mattia im Bündner Jugendchor, ebenfalls unter der Leitung von Martin Zimmermann. Christophe Baud, ein guter Kollege aus dem Jugendchor und heute Musiklehrer an der EMS in Schiers, hat ihn im Sommer 2024 angefragt, ob er zusammen mit ihm den Männerchor Maienfeld leiten möchte. Mattia nennt seinen Förderer Christophe Baud liebevoll seinen «Dirigierpapa ». Christophe Baud wiederum zeigt sich begeistert vom Talent des jungen Sängers: «Zu Anfang habe ich ihm ein paar Dinge gezeigt. Damit habe ich aber schnell aufgehört und lasse ihn einfach machen. Er macht intuitiv unglaublich viel richtig!» Nachdem die Dirigentin des Kirchenchors Maienfeld, Stefanie Buchli, einen längeren Mutterschaftsurlaub ankündigte, war auch der Kirchenchor Maienfeld auf der Suche nach einer neuen musikalischen Leitung. Weil einige Sänger in beiden Chören aktiv sind, kam rasch die Idee, Mattia auch für den Kirchenchor anzufragen – mit Erfolg. Trotz des Generationenunterschieds findet es Mattia «richtig cool», mit den Sängerinnen und Sängern das Erlebnis des gemeinsamen Singens zu teilen. Er kann dabei viel über Lernmethodik, über Musik und über Soziales lernen. Von seinem Engagement in den beiden Chören profitiert Mattia musikalisch und persönlich sehr. Auf die Proben – dienstags mit dem Kirchenchor, donnerstags mit dem Männerchor – bereitet er sich gewissenhaft vor. Gleichzeitig singt er weiterhin mit grosser Freude im Bündner Jugendchor, vor dem Stimmbruch Sopran, heute Bariton. «Wenn man mit jemandem zusammen gesungen hat, ist man Kollege – es ist so verbindend», ist Mattia überzeugt. Diese Magie des Zusammen-Singens weiterzugeben, erfüllt ihn mit Freude. Er ist dankbar für die Chance, die ihm gegeben wurde, die zwei Chöre zu leiten – und für den Zustupf, der hilft, sein Studium zu finanzieren.

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