FDP nominiert im Kreis Schiers
Am vergangenen Montag traf sich die FDP Vorderprättigau zu ihrer Nominationsversammlung. Die Vizepräsidentin, Anna Margreth Holzinger, begrüsste anstatt des im Ausland weilenden Präsidenten Dario Wellinger die Anwesenden, besonders auch den Regierungsrat Martin Bühler als Gast.
Die Liste für die Grossratswahlen 2026 im Kreis Schiers wurde von der Versammlung mit grossem Applaus gutgeheissen. Erfreulicherweise stellt sich Anna Margreth Holzinger für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Für die Gemeinde Schiers und für den Kreis ist es von grosser Wichtigkeit, dass die Präsidentin auch im kantonalen Parlament Sitz und Stimme hat. Für den zweiten Platz konnte Enrico Meier aus Grüsch gewonnen werden. Der selbstständige Geschäftsinhaber will die Stimme des Gewerbes im Grossen Rat verstärken. Auf dem dritten Platz findet sich Peter Hartmann, der verdankenswerterweise noch einmal antritt. Für die FDP geht es darum, den Sitz im Grossen Rat zu halten und mit Enrico Meier einem Vertreter von Grüsch, aufgewachsen im Lunden, eine Chance zu geben. Leider konnte im Kreis Seewis bis anhin keine Kandidatur aufgebaut werden. Nach der Nomination berichtete Regierungsrat Martin Bühler von seiner Arbeit, seinen Sorgen und seinen Chancen. Er begann mit der Unsicherheit, die in Europa herrscht, mit der Stellung der Schweiz innerhalb dieser Unsicherheit, und dann mit dem Kanton Graubünden und seinen Gemeinden, um dann wiederum die Reihe hinaufzusteigen. Die Bilateralen III, die Sparmassnahmen des Bundesrats, die Individualbesteuerung, die Folgen der Abschaffung des Eigenmietwertes, die hohen Investitionen des Kantons, der Heimfall der Kraftwerke, all dies ist ein buntes und kompliziertes Puzzle, das sich auf dem Tisch des Finanzministers vorfindet und das er jedes Jahr zu einem stimmigen Bild eines Budgets zusammensetzen muss. Zu all diesen Themen gibt es in der schweizerischen Landschaft wie auch in der FDP kontroverse Meinungen. Martin Bühler plädierte eindringlich dafür, zuerst eine Auslegeordnung zu machen, sich zu informieren und erst dann in die politische Diskussion einzutreten. Er befürchtet, dass die Tendenz, noch vor der Analyse einen unveränderlichen Standpunkt einzunehmen und den politischen Gegner zu verunglimpfen, die Schweiz und Graubünden nicht vorwärtsbringt. Seine Ausführungen wurden mit grossem Applaus verdankt.