Glühwein – heisser Most mit Ballaststoffen
Wenn es so früh dunkel wird, gibt es einen Vorteil: Es ist richtig gemütlich drinnen mit Kerzen und etwas Duft. Besonders gesellig ist der gemeinsame Genuss von Glühwein oder heissem Most. Ich tue noch winzig zerschnittene Äpfel oder Birnen hinein, das gibt sogar Nähr- und Ballaststoffe.
Haben Sie noch einen Weisswein im Vorrat, der vielleicht etwas zu süss zu Ihrem Lieblingsessen ist? Der ist perfekt für einen weissen Glühwein! Roten Glühwein finden wir an allen Weihnachtsmärkten, aber der weisse wird unterschätzt. Wichtig sind diese Zutaten, die Mengen können Sie nach Vorlieben variieren: Auf eine Flasche Weisswein ungefähr ein Drittel dieser Menge Apfelsaft mit aufwärmen. Von Anfang an kommen die Gewürze dazu: Am wichtigsten ist eine echte Vanillestange, aufgeschlitzt und ausgekratzt, und die Schote kommt auch noch zerschnitten dazu. Sie gibt wunderbares Aroma ab, nicht nur die Samen. Natürlich eine Zimtstange, je nach Vorlieben der Trinker*innen viel oder wenig. Hier scheiden sich die Geister. Ausserdem mindestens drei Sternanissterne sowie sechs bis 15 Nelken und ganze Kardamonkapseln. Und jetzt der Trick: Holundersirup rundet die Sache wunderbar ab, mindestens drei Esslöffel. Wenn es noch süsser sein soll, ein bisschen Honig dazu. Auch er gibt weihnachtlichen Geschmack. So, und jetzt noch die gesunden Ballaststoffe, damit unsere guten Darmbakterien auch Weihnachten feiern können. Sie schneiden einen kleinen Apfel in feine Stücke und kochen sie kurze Zeit mit. Wer es gerne scharf mag, schneidet auch noch ein paar Scheiben Ingwer dazu, nur wenig. Nach dem Aufkochen die Mischung mindestens 15 Minuten ziehen lassen. Probieren und nachwürzen falls nötig, dann noch mal stehen lassen. Nun die Gewürze abseihen und den Glühwein vor dem Servieren noch mal heiss machen. Vielleicht als Schmuck noch einen Zitronenschnitz oder eine Orangenscheibe dazu, aber der Apfel macht die Sache auch schon recht hübsch, vor allem, wenn er seine Schale behalten darf.