Bundesrat will mehr Schweizer Holz nutzen
Der Bundesrat hat am 12. Dezember die neue Integrale Wald- und Holzstrategie 2050 gutgeheissen. Sie soll die bisherige Wald- und Holzpolitik zusammenführen. Die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft Lignum begrüsst die neue strategische Grundlage, insbesondere die stärkere Betonung der Waldwirtschaft, auch im Sinne der Nachhaltigkeit.
Die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft ist erfreut, dass die neue Integrale Wald- und Holzstrategie jetzt in die Umsetzung gehen kann. Diese erfordert ein zielgerichtetes und gut abgestimmtes Miteinander von Bund, Kantonen und Holzwirtschaft. Die Branche hat sich bei der Erarbeitung der Strategie konzertiert eingegeben und will sich auch in der Umsetzung partnerschaftlich engagieren. Zugunsten einer zukunftsfähigen Wertschöpfungskette Wald und Holz fokussiert der vorgesehene Massnahmenplan 2025–2032 auf fünf Schwerpunkte. Zum ersten sollen investitionsfreundlichere Rahmenbedingungen für die Holzverarbeitung geschaffen werden. Zum zweiten sieht der Plan vor, die Kaskadennutzung von Holz auf dem Weg zu einer biobasierten Wirtschaft zu stärken. Drittens sollen Instrumente zur Beibehaltung und zur Steigerung der Klimaleistung von Wald und Holz erarbeitet und umgesetzt werden. Viertens hält der Massnahmenplan fest, dass es darum geht, nachhaltiges Bauen und Sanieren mit Holz voranzutreiben. Schliesslich sollen auch die Voraussetzungen für leistungsfähige Strukturen und Prozesse in der Waldwirtschaft geschaffen werden. Die Wald- und Holzwirtschaft ist überzeugt, dass zur Stärkung des Stellenwerts von Wald und Holz eine vermehrte Ernte von Schweizer Holz unter Verarbeitung des gewonnenen Holzes zu intelligenten Produkten im Inland priorisiert werden muss. In diesem Zusammenhang nimmt die Wald- und Holzwirtschaft erfreut zur Kenntnis, dass die Strategie das erklärte Ziel der Branche aufnimmt, die Holznutzung um eine Million Kubikmeter zu steigern. Die Schweizer Waldwirtschaft benötigt auf dem Weg zu einer Mehrernte von Holz weiterhin Unterstützung der öffentlichen Hand. Dabei sind auch neue und unkonventionelle Ansätze zu prüfen, um die finanziellen Anreize für die Holzernte zu verbessern. Notwendig sind zudem gezielte Investitionen in zusätzliche Walderschliessung, insbesondere im voralpinen und alpinen Raum. Es ist wichtig, dass die Umsetzung der Strategie diese Aspekte aufnimmt und darauf einen klaren Fokus legt. Nur so lässt sich die angestrebte zusätzliche Holzmobilisierung erreichen.