Bundesrat will mehr Schweizer Holz nutzen
Holz aus der Schweiz: ein wertvolles Gut.
Prättigau, Region
Januar 7, 2026
Prättigau

Bundesrat will mehr Schweizer Holz nutzen

Der Bundesrat hat am 12. Dezember die neue Integrale Wald- und Holzstrategie 2050 gutgeheissen. Sie soll die bisherige Wald- und Holzpolitik zusammenführen. Die Dachorganisation der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft Lignum begrüsst die neue strategische Grundlage, insbesondere die stärkere Betonung der Waldwirtschaft, auch im Sinne der Nachhaltigkeit.

Die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft ist erfreut, dass die neue Integrale Wald- und Holzstrategie jetzt in die Umsetzung gehen kann. Diese erfordert ein zielgerichtetes und gut abgestimmtes Miteinander von Bund, Kantonen und Holzwirtschaft. Die Branche hat sich bei der Erarbeitung der Strategie konzertiert eingegeben und will sich auch in der Umsetzung partnerschaftlich engagieren. Zugunsten einer zukunftsfähigen Wertschöpfungskette Wald und Holz fokussiert der vorgesehene Massnahmenplan 2025–2032 auf fünf Schwerpunkte. Zum ersten sollen investitionsfreundlichere Rahmenbedingungen für die Holzverarbeitung geschaffen werden. Zum zweiten sieht der Plan vor, die Kaskadennutzung von Holz auf dem Weg zu einer biobasierten Wirtschaft zu stärken. Drittens sollen Instrumente zur Beibehaltung und zur Steigerung der Klimaleistung von Wald und Holz erarbeitet und umgesetzt werden. Viertens hält der Massnahmenplan fest, dass es darum geht, nachhaltiges Bauen und Sanieren mit Holz voranzutreiben. Schliesslich sollen auch die Voraussetzungen für leistungsfähige Strukturen und Prozesse in der Waldwirtschaft geschaffen werden. Die Wald- und Holzwirtschaft ist überzeugt, dass zur Stärkung des Stellenwerts von Wald und Holz eine vermehrte Ernte von Schweizer Holz unter Verarbeitung des gewonnenen Holzes zu intelligenten Produkten im Inland priorisiert werden muss. In diesem Zusammenhang nimmt die Wald- und Holzwirtschaft erfreut zur Kenntnis, dass die Strategie das erklärte Ziel der Branche aufnimmt, die Holznutzung um eine Million Kubikmeter zu steigern. Die Schweizer Waldwirtschaft benötigt auf dem Weg zu einer Mehrernte von Holz weiterhin Unterstützung der öffentlichen Hand. Dabei sind auch neue und unkonventionelle Ansätze zu prüfen, um die finanziellen Anreize für die Holzernte zu verbessern. Notwendig sind zudem gezielte Investitionen in zusätzliche Walderschliessung, insbesondere im voralpinen und alpinen Raum. Es ist wichtig, dass die Umsetzung der Strategie diese Aspekte aufnimmt und darauf einen klaren Fokus legt. Nur so lässt sich die angestrebte zusätzliche Holzmobilisierung erreichen.

Verwandte Artikel
Vom Sagen und Schreiben
Region
Kolumne
Als Journalist besteht mein Alltag oft aus Gesprächen, die ich mit Menschen führe. Aus diesen entstehen nachher Beiträge und Geschichten, die spannend sind, wichtige Dinge hervorheben und das Gesagte einordnen.
Text/Foto: Christian Imhof 
Januar 10, 2026
Diese Beiträge gebe ich immer zum Gegenlesen, da ich kein Mensch bin, der andere blossstellt. In 95 Prozent der Fälle sind die Korrekturen daran minim...
«Ich wollte meine Zukunft mitgestalten»
Region, Region Landquart
Region Landquart
Gleich zwei grosse Projekte wurden vergangenes Jahr in der Gemeinde Trimmis abgeschlossen. Die Rädchen scheinen gut ineinanderzugreifen beim neu zusammengestellten Gemeindevorstand um Gemeindepräsident Nicola Stocker.
Text/Foto: Christian Imhof 
Januar 10, 2026
«Wir durften mit einem neuen Gemeindevorstand starten und konnten doch einige Projekte vorantreiben und abschliessen. Darum war das vergangene Jahr si...
«Wir geniessen ein grosses Vertrauen»
Prättigau, Region
Prättigau
Die neue Mehrzweckhalle war das grosse Thema des vergangenen Jahres in Grüsch. Von dem 14-Millionen-Franken-Projekt werden viele Generationen in Zukunft profitieren können. Für die Zukunft ist laut dem weitsichtigen Gemeindepräsidenten Marcel Conzett aber der Erwerb der Wassergesellschaft Marguold ebenso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger.
Text/Foto: Christian Imhof 
Januar 10, 2026
Auch wenn er nicht so aussieht, ist Marcel Conzett aktuell der dienstälteste Gemeindepräsident im Tal. Dieses Jahr feiert der Grüscher Gemeindepräside...
Salzzitronen lohnen sich lange
Prättigau, Region
Prättigau
Feinschmecker haben immer Salzzitronen im Vorrat. Damit lässt sich ein Essen schnell in eine Delikatesse verwandeln. Das Selbermachen geht ganz leicht. Die wichtigste Zutat: Geduld, denn nach dem Ansetzen brauchen die sauren Früchte mindestens einen Monat, lieber mehr, um durchzuziehen. Dafür halten sie nachher ewig – wenn sie nicht vorher gegessen oder verschenkt werden.
Text/Fotos: Sara Smidt 
Januar 10, 2026
Als ich das erste Mal Salzzitronen gegessen habe, dachte ich, da geht eine Tür in eine neue andere Welt auf! Klar, es schmeckt nach Zitronen, aber vie...
SKIMO- Quartett selektioniert
Prättigau, Region
Prättigau
Swiss Olympic selektioniert für die olympische Premiere der Skitourenrennen an den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo ein Quartett.
Text/Foto: Peter Müller/zVg 
Januar 10, 2026
Das SOC hat den Antrag des Schweizer Alpen-Clubs bestätigt und je zwei Athletinnen und zwei Athleten für die Rennen in Bormio selektioniert. Diese Spo...
Mehrsprachigkeit weiterdenken
Graubünden, Region
Graubünden
Wie wirkt die Sprachen- und Kulturförderung für Rätoromanisch und Italienisch?
Text/Foto: Peter Müller/zVg 
Januar 10, 2026
Sowie Bund als auch Kanton unterstützen seit vielen Jahren mit beträchtlichen Mitteln die Sprachenförderung des Kantons Graubünden. Neben bereits lauf...