«Ich wollte meine Zukunft mitgestalten»
Nicola Stocker blickt zuversichtlich in die Zukunft von Trimmis.
Region, Region Landquart
10. Januar 2026
Region Landquart

«Ich wollte meine Zukunft mitgestalten»

Gleich zwei grosse Projekte wurden vergangenes Jahr in der Gemeinde Trimmis abgeschlossen. Die Rädchen scheinen gut ineinanderzugreifen beim neu zusammengestellten Gemeindevorstand um Gemeindepräsident Nicola Stocker.

Text/Foto: Christian Imhof  

«Wir durften mit einem neuen Gemeindevorstand starten und konnten doch einige Projekte vorantreiben und abschliessen. Darum war das vergangene Jahr sicher eine gute Sache.» Schon früh Interesse an Politik geweckt Es sei immer ein gutes Zeichen, wenn man etwas abschliessen könne. Beim Mehrgenerationenprojekt Melioration Says/Trimmis sei die Ausgangslage für ihn speziell. «Ich bin sicher jener Gemeindepräsident von Trimmis, der inhaltlich am wenigsten dazu beigetragen hat und doch am Schluss das Projekt verdanken durfte.» Es ist schon witzig, wie es zum Teil im Leben läuft. Als vor gut zwanzig Jahren die damals noch unabhängigen Sayser mit dem Projekt starteten, ging Nicola Stocker noch zur Schule. Die Freude an der Politik sei bei ihm bereits dann erwacht. Er könne sich erinnern, wie in der Oberstufe Bundesratswahlen verfolgt wurden und dass sie auch nach Bern gegangen seien und eine Führung im Bundeshaus erhalten hatten. «Wenn man mich damals im Bundeshaus beobachtet hat, war ich wahrscheinlich das Kind mit den leuchtenden Augen, das voll fasziniert den Diskussionen zugeschaut hat.» Es sei naheliegend gewesen, dass er sich politisch in irgendeiner Form engagieren werde, da er sich politisch interessiere, doch bereits in jungen Jahren Gemeindepräsident sein zu dürfen, sei nicht absehbar gewesen. Der Entscheidungspunkt, wirklich Nägel mit Köpfen zu machen und der SVP beizutreten, sei dank dem Interesse gekommen. «Wenn man mal ein Interesse hat für das, was in der Politik passiert und auch uns Junge betrifft, beginnt man sich selber eine Meinung zu bilden.» Wenn es nicht immer in die Richtung gehe, die einem passe, gebe es zwei Möglichkeiten, darauf zu reagieren. «Ich wollte nicht die Faust im Sack machen, sondern mein Schicksal selbst in die Hand nehmen und mitbestimmen, was passiert.» Widerstand wäre dabei der falsche Motivator. «Ich hatte das Bedürfnis, die eigene Zukunft mitzugestalten. Mein Antrieb ist es, mitzugestalten und mitreden zu können.» Natur und Freizeit verbunden Die Tätigkeit als Grossrat biete oft Überschneidungen bei den Geschichten auf regionaler und Gemeindeebene. «Ich bin ein Verfechter, dass Gemeindebehörden, die Exekutive, besser und stärker im Grossrat vertreten sein sollten. » Er sei dankbar für die Doppelrolle, da er viele Vorteile darin sehe. «Man kann sich aktiv mit der Regierung und Kollegen austauschen, weil sich die Themen eben überschneiden.» Vor wenigen Sessionen wurde beispielsweise die Schulgesetzrevision behandelt, der Stocker kritisch gegenüberstand. «Jetzt sieht man die hohen Mehrkosten für die Gemeinden und dass es dringend mehr Leute bräuchte, die früher ihre Stimme aus Sicht der Gemeinde erheben. » Es sei seine Aufgabe im Grossen Rat, auf Risiken und Nebenwirkungen von Entscheidungen für die Gemeinden hinzuweisen. «Wir sind ja diejenigen, die es nachher umsetzen müssen. Wenn wir schon von vornherein mitteilen können, was die Herausforderungen sind, hoffe ich, dass es mehr berücksichtigt wird.» Rückblickend auf das vergangene Jahr unterstreicht Nicola Stocker, wie sauber der Wissenstransfer vom alten zum neuen Gemeindevorstand funktioniert hat.

Verwandte Artikel
Um einiges schwieriger als gedacht
Prättigau, Region
Prättigau
Text/Fotos: Peter Müller 
Mai 30, 2026
Was eine Instrumentalbegleitung nicht alles ausmacht! Am 6. Juni gibt der Frauenchor Prättigau ein Konzert in der Mehrzweckhalle «Fundus» in Grüsch. E...
Mountainbikeangebot wird ausgebaut
Prättigau, Region
Prättigau
Die Regierung genehmigt die von der Gemeinde Klosters am 30. November 2025 beschlossene Teilrevision der Ortsplanung. Mit der Genehmigung dieser Planungsmittel schafft sie die Voraussetzungen, damit im Gebiet Rütiwald ein Mountainbiketrailcenter errichtet und betrieben werden kann. Das geplante Trailcenter wird kurze Übungsstrecken umfassen, welche durch eine sogenannte Transferbikestrecke miteinander verbunden sind. Zudem ist ein Bikeunterstand als Aufenthaltsort und als Witterungsschutz vorgesehen.
Text/Foto: 
Mai 30, 2026
Mit der Realisierung des Projekts soll das touristische Angebot der Gemeinde und der Region optimal ergänzt werden. Die Gemeinde stützt sich dabei auf...
Landwirtschaftspolitik im Fokus
Region, Region Landquart
Region Landquart
Am Donnerstagabend, 21. Mai 2026, fand beim Landwirtschaftsbetrieb von Grossrat Benjamin Hefti in Zizers die fünfte Wahlveranstaltung der SVP Herrschaft/Fünf Dörfer statt. Rund 20 interessierte Gäste nahmen am Wahlanlass teil, der sich dem Thema Landwirtschaftspolitik widmete.
Text/Foto: Friedrich Möhr 
Mai 30, 2026
Als äusserst kompetenten Referenten konnte die Regionalpartei Grossrat und Präsident des Bündner Bauernverbandes Thomas Roffler aus Grüsch gewinnen. G...
Bündner Meistertitel und mehrere Bestzeiten
Graubünden, Region
Graubünden
Übers Pfingstwochenende standen die Angehörigen des Bündner Leichtathletik-Kaders ab der U18 an mehreren Meetings im Einsatz.
Text/Foto: Anita Fuchs/zVg 
Mai 30, 2026
Beim 41. Mehrkampf-Meeting in Landquart, das zugleich als Bündner Meisterschaft gewertet wurde, sorgte Lavinia Stieger (Grüsch/BTV Chur Leichtathletik...
Last gewählt
Prättigau, Region
Prättigau
Text/Foto: Beata Beer/zVg 
Mai 30, 2026
Nach der Wahl in St.Antönien am 21. Mai wurde David Last am 22. Mai in der Kirchgemeinde Luzein Pany einstimmig zum Pfarrer gewählt.
Klark von Klimastiftung gefördert
Region, Region Landquart
Region Landquart
Die Bündner Klark AG aus Landquart erhält Unterstützung der Klimastiftung Schweiz für ein Projekt, das das Potenzial hat, die Bauwirtschaft nachhaltiger zu gestalten. Im Rahmen der ersten Förderrunde 2026 gehört das Unternehmen zu den acht Schweizer KMU, die gemeinsam Fördermittel von insgesamt 1,084 Millionen Franken erhalten. Für Klark bedeutet dies einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur industriellen Umsetzung einer Technologie, die CO2 nicht nur reduziert, sondern dauerhaft speichert.
Text/Foto: Christian Imhof/ zVg 
Mai 30, 2026
Die Herausforderung ist enorm: Beton ist nach Wasser der meistgenutzte Stoff der Welt und bildet die Grundlage moderner Infrastruktur. Ob Wohngebäude,...