Den Glauben als Anker – und den Vatikan als Ziel
Noch nicht einmal 20 Jahre alt, entschloss sich Curdin Brändli im April des vergangenen Jahres, sich für mindestens 26 Monate in den Dienst der Päpstlichen Schweizergarde in Rom zu stellen. Nach dem Bestehen des mehrstufigen, anforderungsreichen Bewerbungsprozesses begann der Malanser Anfang Januar seine Grundausbildung.
«Ein inneres Gefühl sagte mir, dass dies der richtige Schritt für mich sei», erinnert sich Curdin Brändli. Dies war während seiner Militärzeit. Erst absolvierte er die Rekrutenschule als Einheitssanitäter bei der Infanterie, danach machte er den Durchdiener. Wie reagierte denn sein Umfeld, als er von seinem Vorhaben erzählte? «Die Familie war sehr positiv gestimmt und motivierte mich stets. Ausserhalb hingegen begegnete mir oft Skepsis.» Erstmals mit der Päpstlichen Schweizergarde konfrontiert sah sich Curdin Brändli 2019 bei einem Rom-Besuch mit seiner Familie. «Meine Mutter kennt den damaligen Gardisten Carlo Pfister. Er führte uns um die Kaserne und nahm uns sogar an die Vereidigung mit. Der Gedanke, selber einmal Schweizergardist zu sein, faszinierte mich.» Der Malanser war damals knapp 14 Jahre alt und besuchte das Gymnasium in Schiers.