Kapuzinerkloster Mels löst sich von Mastrils
Bruder Ephrem Bucher vom Kapuzinerkloster Mels hat während zwölf Jahren im Teilpensum als Pfarrer in Mastrils gewirkt. Mit seinem Weggang als Guardian nach Wil löst sich das Kapuzinerkloster Mels von Mastrils.
Mit der Verabschiedung von Bruder Ephrem endete auch die letzte Kapuzinerpräsenz im Kanton Graubünden. Sie wurde 1621 von Papst Gregor XV. in einer Zeit der religiösen und machtpolitischen Wirren lanciert und wies bis in die Blütezeit der Kapuziner- Seelsorge im 19. Jahrhundert nicht weniger als 84 sogenannte Missionsstationen in den drei Sprachregionen im heutigen Kantonsgebiet auf. Zu diesen gehörte auch Mastrils, das 1728 zum Kapuzinerhospiz «befördert» wurde und damit de facto den Status einer Niederlassung mit einem Superior erhielt. Seither übten Kapuziner die Seelsorge in einem weitläufigen Gebiet aus, das bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts die Bündner Herrschaft umfasste und bis ins Prättigau reichte. Zuletzt verblieb nur noch die Pfarrei Mastrils in der seelsorgerischen Zuständigkeit der Kapuzinerprovinz, wahrgenommen durch das Kapuzinerkloster Mels.