Theater Trimmis mit knisterndem Stück
Am Freitagabend feierte das Stück «Reset – Alles auf Anfang » des Theaters Trimmis Premiere. Die kurzweilige Komödie lädt zum Nachdenken über das eigene Leben ein und zeigt, wie bereichernd es auch mal sein kann, gewisse Sachen zu vergessen.
Die Hauptfigur Herbert Gruber, dargestellt von Georg Groll, ist nicht zu beneiden. Seine Frau Maria (Barbara Schädler) hätte ihn am liebsten als sensiblen Künstler und Kulturliebhaber. Da in der Ehe der beiden nicht mehr viel läuft, flüchtet der Geschäftsmann seit einem halben Jahr in die Arme einer jüngeren Frau, seiner Sekretärin Stephanie, gespielt von Seraina Burger. Diese würde sich wünschen, dass ihr Herbert seine Maria verlässt und mit ihr ein neues Leben in der Stadt beginnt. Doch irgendwie weiss der Protagonist selber noch nicht so genau, was er denn eigentlich machen soll. Erschwerend hinzu kommt seine Halbschwester Laura, gemimt von Ladina Hemmi, die das Geld der Familie mit beiden Händen zum Fenster rauswirft. Erst gerade kürzlich hat sie in Glückskekse investiert und sich, ohne es zu wissen, mit dem russischen Drogenkurier Igor, dargestellt von Laurin Flütsch, angelegt. Dass ihre Freundin Lilly (Könül Akhundova) auch noch gratis im Hause Gruber wohnt, hebt seine Stimmung nicht wesentlich. Alles ändert sich, als sein bester Freund Martin, sehr euphorisch von Gion-Marc Siegenthaler auf die Bühne gebracht, mit einem Koffer voller Schwarzgeld auftaucht. Er wolle die zwei Millionen Franken gerne bei ihm vor der Steuerfahndung verstecken. So viel Geld klingt erstmals nach einem soliden Fundament für einen Neuanfang.