Wie geht es weiter mit den Fideriser Heubergen?
Luca Giger steht ein herausforderndes Jahr bevor.
Prättigau, Region
17. Januar 2026
Prättigau

Wie geht es weiter mit den Fideriser Heubergen?

Fideris war im vergangenen Jahr einige Male in den Schlagzeilen. Dies nicht nur wegen der wunderschönen Kinderschlittenfahrt im vergangenen Januar und des neuen Schwimmbadgebäudes, sondern auch wegen der Konzessionserteilung durch den Kanton für das Kraftwerk, der Umfahrung zwischen Jenaz und Küblis, deren Ausführung momentan unsicher ist, und der unklaren Zukunft des Naherholungsgebiets Heuberge. Gemeindepräsident Luca Giger scheint die Arbeit somit in naher Zukunft nicht auszugehen.

Text/Foto: Christian Imhof  

Auch wenn die Meldung über die Konzessionserteilung für das Kraftwerk Fideris im Mai bei der Gemeinde Freude ausgelöst habe, gebaut werde allerfrühestens im Jahr 2027, sagt Luca Giger. «Tendenziell wird der grosse Teil sogar erst 2028 gebaut.» Eine leidenschaftliche Tätigkeit Die lange Wartezeit auf das Okay vom Kanton sei schon eher mühsam gewesen. Doch auch wenn es ein wichtiger Meilenstein gewesen sei, fange die Knochenarbeit jetzt erst an. «Nun wird das Bauprojekt ausgearbeitet. Jetzt muss man nochmals alle Umweltthemen durchackern, Offerten einholen, einen Baumeister finden und so weiter.» Wenn das Bauprojekt stehe, gehe es dann nochmals zum Kanton und wenn dann die Unterschrift käme, sei alles in trockenen Tüchern und man könnte mit dem Bau beginnen. In Fideris erhalte er als Gemeindepräsident für seine Tätigkeit eine Pauschale. «Es gibt bei uns kein fixes Pensum von 30 oder 40 Prozent. Es gibt Wochen, da ist es deutlich mehr und in anderen weniger.» Wenn Luca Giger aber zusätzlich intensiv an einem Grossprojekt wie dem Kraftwerk Fideris arbeite, werde der Mehraufwand entschädigt. Giger schätzt die Flexibilität, doch Gemeindepräsident werde man auch nicht, um sich eine goldige Nase zu verdienen. «Da gehört viel Leidenschaft dazu, denn man stellt sich in den Dienst der Allgemeinheit.» Leute für ein öffentliches Amt im Gemeindevorstand zu gewinnen, werde auch in Fideris schwieriger, da die Prioritäten der Leute heute oft anderswo liegen. «In einer Gemeinde mit unserer Grösse sind die Leute, die sich engagieren, vielfach schon in anderen Bereichen aktiv, was es ein bisschen schwieriger macht.» Kommt die Netzvollendung doch?

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