Zum Leserbrief bezüglich dem Artikel «Gretas Sekte und das WEF»
Sehr geehrter Herr Brändli Im Gegensatz zu Ihnen fand ich den Artikel von Herrn Imhof sehr zutreffend. Ausserdem ist seine Wortwahl nicht im Mindesten vergleichbar zu der von Donald Trump. Scharf ist nicht gleich respektlos.
Trump als «politisch unbequem» zu bezeichnen, ist ein Witz. Schön wär’s. Er ist respektlos, beleidigt und erpresst unser Land und unsere Regierung und verbreitet täglich irgendwelche Lügen. Er missbraucht skrupellos seine Macht um seine persönlichen Interessen zu verfolgen und sich zu bereichern. Kritiker versucht er auszuschalten. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, ihn gleich als Friedensapostel darzustellen. Den Ukrainekrieg hätten wohl viele gerne rasch beendet und am meisten sicher die Ukrainer selbst. Aber wenn das eigene Land von heute auf morgen vom Nachbarn überfallen wird und als Bedingung für den Frieden die Aufgabe von Souveränität und Freiheit ist, dann kann man wohl kaum davon reden, dass die Diplomatie geendet und der Krieg darum begonnen hat.
Auch zur Klimakrise bin ich anderer Meinung: Sie erwähnen, dass ein mächtiger Gletscher im Churer Rheintal vor 20‘000 Jahren innert 10‘000 Jahren abgeschmolzen ist. Genau das ist der Punkt. Denn die Gletscher schmelzen nicht mehr innerhalb von 10‘000 Jahren ab, sondern innerhalb von Jahrzehnten. Seit 1970 sind bei uns über 1‘000 Gletscher verschwunden. Der heutige Klimawandel ist grösstenteils vom Menschen gemacht, daher wäre er auch vom Menschen aufhaltbar, oder zumindest abschwächbar. Denn so schnell wie er voranschreitet, wird die Menschheit und die Natur in der heutigen Form, sich nicht anpassen können. Ebenso wenig können wir «der Lawine ausweichen», wie Sie vorschlagen. Wir haben keinen Ersatzplaneten.
Brigitte Steiner, Buochs
