Die Suche geht weiter
Vor gut vier Jahren begann meine Reise in die Vergangenheit – nicht mit staubigen Archiven oder vergilbten Kirchenbüchern, sondern mit einem Zeitungsbericht in der Prättigauer Zeitung. Damals wusste ich kaum mehr als die Namen meiner Urgrosseltern.
Was als vorsichtiger erster Schritt begann, wurde rasch zu einer leidenschaftlichen Spurensuche. Hunderte von Stunden verbrachte ich seither mit Nachforschungen, getragen auch von Hinweisen hilfsbereiter damaliger Leserinnen und Leser und langsam öffnete sich mir ein Weg zurück in die Geschichte meiner Vorfahren. Auf der Linie Schmid vom Mühletobel in Saas führte mich dieser Weg bis zu Landrat Jacob Schmid (1735–1815), welcher zuerst mit Anna Werlin, nach deren frühen Tod mit Frena Burga aus Conters verheiratet war. Frena war die Tochter von Hauptmann Peter Burga. Folgt man der früher üblichen Praxis des Nachtaufens, so dürfte sein Vater Canzler Conradin Schmid gewesen sein, verheiratet mit Menga Pleisch. Dessen Lebensdaten konnte ich bisher leider nicht ausfindig machen, doch setzte er sich damals mit grossem Engagement für den finanziellen Wiederaufbau von Saas nach dem verheerenden Dorfbrand 1735 ein. Sein Vater wiederum war Jacob Schmid, 1681 Podestat in Teglio und 1693 Bundeslandammann des Zehngerichtebundes. Noch weiter zurück war da noch Heinrich Schmid, Bundeslandammann 1652, Peter Schmid, Bundeslandammann 1660 und Landvogt in Maienfeld (1665– 1667), sowie Georg (Jon) Schmid, der 1613 als Podestat von Bormio amtete. Paul Gillardon erwähnte 1938, dass diese aus der gleichen Familie stammten, doch auch hierzu konnten bisher keine weiteren Angaben gefunden werden. Auch die Linie Mathis in Saas birgt offene Fragen. Sicher nachweisen liess sich Kilian Mathis (1728–1798), verheiratet mit Anna Hitz. Ein Hinweis deutet auf einen Hans Mathis als Vater hin – doch welchem? Zu jener Zeit lebten gleich drei Männer dieses Namens in Saas… Es gibt Hoffnung
