Curdin Morell mit der Autogrammkarte des Schweizer Viererbob-Teams nach dem Gewinn von Olympia-Bronze 1992 in Albertville.
Prättigau, Region
14. Februar 2026
Prättigau
Olympia, Druck und die Kunst, bei sich zu bleiben
Olympische Spiele bedeuten für Curdin Morell nicht Glanz und Pathos, sondern Konzentration, Zweifel und den einen entscheidenden Moment. Der frühere Bobfahrer und Olympia- Dritte von 1992 blickt nüchtern auf seine Karriere zurück. Und er erzählt, warum Niederlagen oft prägender sind als Medaillen und weshalb Spitzensport immer auch Glückssache bleibt.
Wenn in diesen Tagen Olympische Spiele laufen, sitzt Curdin Morell manchmal vor dem Fernseher. Nicht aus Nostalgie, sondern aus Interesse. «Im Alltag denke ich eigentlich nie an Olympia », sagt er. «Aber wenn Winterspiele sind, kommt schon wieder etwas hoch. Nicht immer nur im Guten.» Curdin Morell war in den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren Teil der erfolgreichsten Ära des Schweizer Bobsports. Er fuhr vor allem als Anschieber im Viererbob und gehörte mit seinem Team über Jahre zu den Weltbesten. Nach Weltmeisterschafts-Gold 1989 und 1990 gewann er 1992 im französischen Albertville Olympia-Bronze.
