Lavinia Stieger: Über die Latte hinaus
Eine langwierige Fussverletzung zwang die Hochspringerin Lavinia Stieger zu einer Pause, die sie körperlich wie mental ausbremste. In dieser für sie schwierigen Zeit kam die 15-jährige Grüscherin zu einer entscheidenden Erkenntnis: «Erst als ich nicht mehr trainieren konnte, habe ich gemerkt, wie sehr mir die Leichtathletik fehlt. »
Die siebenmonatige Zwangspause im vergangenen Jahr machte ihr klar, dass der Sport für sie weit mehr ist als nur ein Hobby. Heute arbeitet Lavinia mit viel Disziplin an ihrem Comeback. Drei Abende pro Woche trainiert sie beim BTV Chur, samstags zusätzlich im Nationalen Leistungszentrum Ostschweiz in St.Gallen. Ergänzt wird das Programm je nach Phase durch Krafttraining im Gym. Ihr Trainingsalltag ist entsprechend intensiv und klar strukturiert. Obwohl der Hochsprung klar Lavinias Steckenpferd ist, bleibt sie vielseitig. Denn in ihrem Alter wird noch nicht spezialisiert: Als Mehrkämpferin trainiert die Sportlerin neben dem Hochsprung auch Hürdenlauf, Weitsprung und Kugelstossen, Speerwurf sowie Mittelstrecken. Nicht alle Disziplinen liegen ihr gleich gut. Während sie die Sprungdisziplinen geniesst, empfindet sie die Wurfdisziplinen eher als herausfordernd.
