«Ehre, ein Farbtupfer sein zu können»
In knapp zwei Monaten ist es so weit: Unter dem Namen «Melodien der Welt» treffen an drei Konzerten im Tal der rund 50-köpfige regionale gemischte Chor «Prättigauer Sängerlüt » und verschiedene aussergewöhnliche einheimische Talente aufeinander. Der Panflötenspieler Pius Mareischen aus Schiers ist eine der Attraktionen, die beim Projekt unter der Leitung von Rolf Rauber zwei Stücke zum Besten geben.
Schon in jungen Jahren entwickelte Mareischen eine grosse Faszination für den Klang der Panflöte. Seit mittlerweile 16 Jahren spielt er das Instrument selbst mit grosser Leidenschaft. «Es ist wahnsinnig vielseitig. Auf der Panflöte kann man wirklich alles spielen, egal ob Volksmusik, Pop, Klassik oder Blues.» Gerade diese Vielseitigkeit mache den besonderen Reiz des Instruments aus. Gleichzeitig stelle das Spiel auf der Panflöte auch besondere Anforderungen an die Musikerinnen und Musiker. «Beim Spielen sieht man das Instrument nicht. Man muss die Rohre und die Abstände richtig erfühlen. Trotzdem kann man in jedem Alter dieses Instrument lernen. Es ist so ähnlich, wie wenn man in eine leere Glasflasche bläst und so einen Ton erzeugt.» Seine musikalische Ausbildung erhielt Mareischen beim bekannten Panflötisten Jöri Murk, der das Instrument vor rund vier Jahrzehnten in der Schweiz populär machte. Unter dessen Anleitung entwickelte sich Mareischen über die Jahre vom Schüler zum Lehrer.