Die Farbexplosion: Randen
Für Randen gilt besonders: das Auge isst mit. Ihre leuchtend rote Farbe ist ein eindrückliches Schauspiel der Natur. Allerdings färbt sie auch die Finger, also am besten mit Einmalhandschuhen
Längste Zeit dachte ich: Randen sind nichts für mich. Die schmecken ja nur nach Erde. Bei Freunden ass ich dann einen Randensalat, der mich eines Besseren belehrte. Mehrere Tricks führten zu einem wunderbaren Geschmack. Die rohen Randen wurden mit jeweils der ähnlichen Menge Sellerie und Rüebli gemischt. Alle fein raspeln, durcheinander rühren und mit viel frischem Zitronensaft mischen. Zum Schluss kurz vor dem Anrichten Öl darüber. Mit der Art des Öls lässt sich nochmal viel am Geschmack drehen. Ich nehme es gerne klassisch mit Olivenöl. Gut ist aber auch ein nussiges Öl wie Erdnuss, Walnuss oder auch Sesam. Lieber kein Kernöl, das ergibt eine schreckliche Farbe. Ja, richtig gelesen, da fehlt das Salz und der Pfeffer. Ich esse es tatsächlich ohne diese Gewürze, um den Geschmack nicht zu übertönen, aber selbstverständlich kann das jeder in der gewünschten Menge hinzufügen.
