Repower storniert Pläne für Chlus
Repower hat das Baubewilligungsverfahren für das geplante Wasserkraftwerk Chlus im Prättigau vorläufig gestoppt. Die entsprechende Einreichung wurde zurückgezogen, wie CEO Roland Leuenberger am Mittwoch bekannt gab.
Als Gründe nannte das Unternehmen mehrere offene Punkte auf finanzieller und strategischer Ebene. Insbesondere bestehen noch ungeklärte Fragen zu den Investitionsbeiträgen des Bundesamts für Energie. Zusätzlich müssen die vorgesehenen Mittel für die Schwall-Sunk-Sanierung beim bestehenden Kraftwerk Küblis abgestimmt werden. Diese Aspekte sind für die Gesamtfinanzierung des Projekts von zentraler Bedeutung.
Sommerlastiges Laufwasserkraftwerk
Parallel dazu laufen Gespräche mit dem Kanton Graubünden. Dabei geht es vor allem um die Rolle des Projekts im Kontext der kantonalen Energie- und Heimfallstrategie. Da es sich beim geplanten Kraftwerk Chlus um ein überwiegend sommerlastiges Laufwasserkraftwerk handelt, steht die Frage im Raum, wie künftig mehr Flexibilität sowie zusätzliche Speicherkapazitäten geschaffen werden können. Aufgrund dieser offenen Punkte wird das Projekt derzeit nicht weiterverfolgt. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 445 Millionen Franken. Im Falle einer Realisierung könnte die Anlage jährlich Strom für nahezu 50’000 Haushalte mit jeweils vier Personen produzieren.
