Gründonnerstag mit Brot, Kelch und Händen
Der Gründonnerstagabend in der reformierten Kirche Landquart war still, dicht und eindrücklich. Mehr als 30 Personen versammelten sich zu einem Gottesdienst, der in besonderer Weise vom Abendmahl und von starken Bildern lebte.
Im Mittelpunkt stand das Abendmahl rund um den Taufstein. Gerade das gab der Feier eine besondere Kraft. Taufe und Abendmahl rückten nahe zusammen. Wir wurden daran erinnert, dass Jesus Christus uns in seine Gemeinschaft ruft, uns stärkt und uns an seinen Tisch holt. Zugleich prägte eine berührende Fotoausstellung den Abend. Auf Staffeleien waren Fotos von Seniorenhänden zu sehen, welche den Kelch oder das Brot halten. Diese Hände erzählen ohne viele Worte von einem langen Leben. Sie zeigen Spuren der Zeit, Arbeit, Sorge, Treue und Liebe. Wer sie betrachtet, spürt schnell, wie viel Leben in solchen Händen liegt und wie gut sie zum Gründonnerstag passen, an dem Jesus Brot austeilt und Menschen dient. Geleitet wurde der Gottesdienst von Pfarrer David Last. Anwesend waren sowohl Sozialdiakonin Karin Last, welche die Fotoausstellung initiiert hatte, wie auch die Fotografin Samira Janka, die sich einigen interessanten Fragen stellte. Musikalisch bereichert wurde dieser Abend durch einfühlsames Klarinetten- und Orgelspiel. So wurde dieser Gründonnerstag zu einer Feier, die noch nachklingt. Schlicht, tief und voller Ausdruck.