Roman Mamadzhanov stellt bald in Davos aus.
Graubünden, Region
02. Mai 2026
Graubünden
Geordnete Natur in ungeordneter Welt
Die Erinnerung an Ferdinand Hodler steht exemplarisch für eine ganze Epoche der Kunst um 1900. Sein Werk verbindet persönliche Erfahrung mit grundlegenden Fragen nach Natur, Ordnung und menschlicher Existenz.
Hodler wurde in Bern in einfachen Verhältnissen geboren. Frühe Verluste prägten seine Kindheit: Vater und Geschwister starben an Tuberkulose, die Mutter heiratete später erneut. Sein Stiefvater, selbst Künstler, vermittelte ihm erste Grundlagen der Malerei. Bereits als Jugendlicher arbeitete Hodler in Thun als Maler von Landschaftsbildern für Touristen. Mit 18 Jahren ging er zu Fuss nach Genf, wo er bei Barthélemy Menn eine akademische Ausbildung erhielt.