Wenn Gelassenheit plötzlich schnell macht
Alessandro Tönz sprintet, als hätte er es nie eilig. Und ist gerade deshalb schnell. Der junge Leichtathlet aus Trimmis verbindet Talent mit Leichtigkeit, Ehrgeiz mit Gelassenheit. Zwischen Schulbank, Kraftraum und Startblock wächst einer heran, der grosse Bühnen kennt, ohne sich von ihnen definieren zu lassen.
«Ich schaue immer, dass ich für den kleinsten Aufwand den grössten Ertrag bekomme», sagt Alessandro Tönz und grinst. Ein Satz, der zunächst nach Bequemlichkeit klingt – und doch erstaunlich gut zu einem passt, der sechs Tage die Woche trainiert und sich in der Schweizer Sprintszene bereits einen Namen gemacht hat. «Ich bin schon eher auf der sorglosen Seite», ergänzt er. «Wenn etwas nicht läuft, ist es halt so. Dann kann man eh nichts mehr machen.» Diese Gelassenheit ist vielleicht das grösste Kapital von Alessandro Tönz. Während andere sich im Leistungssport an Erwartungen aufreiben, wirkt der junge Trimmiser wie jemand, der die Dinge laufen lässt – im besten Sinne. Erfolg bedeutet für ihn nicht Medaillen oder Rekorde, sondern «dass man seine eigenen Ziele erreicht und mit dem, was man gemacht hat, zufrieden ist». Ein persönlicher Massstab, der ihn trägt, auch wenn es einmal nicht nach Plan läuft.