Konkordanz wiederherstellen
Am 14. Juni 2026 ist die Bündner Bevölkerung dazu aufgerufen, 120 Mitglieder des Parlaments (Grosser Rat) sowie fünf Mitglieder der Regierung neu- oder wiederzuwählen. Wie sich die politischen Kräfteverhältnisse im Parlament danach präsentieren werden, bleibt abzuwarten.
Dass das Parteienverhältnis innerhalb der Regierung (Exekutive) im Sinne der Konkordanzdemokratie – Einbindung der wählerstärksten Parteien – wiederhergestellt werden muss, darf nicht infrage stehen. Die Mittepartei mit 23.9 Prozent Wähleranteil stellt aktuell drei Regierungsmitglieder (60 Prozent). Anderseits ist die SVP als wählerstärkste Partei mit 30.6 Prozent Wähleranteil seit 2008 nicht mehr in der Bündner Regierung vertreten. In der Regierungsarbeit führt diese Dominanz der Mittepartei zu sachlichen ‘Verzerrungen’, oder besser gesagt, zu Unverständnis in der Bevölkerung. Die Folgen dieser parteipolitischen Konstellation beweisen unter anderem die Ablehnung des Ständemehrs zur künftigen EU-Abstimmung sowie die Nicht-Zulassung von Bargeld im Postautobereich. Selbst, wenn die beiden Mitglieder der Mittepartei die Wiederwahl erwartungsgemäss erneut schaffen, ist die politische Einflussnahme mit 40 Prozent immer noch überproportional. Statt, dass die Bevölkerung weiterhin gezwungen wird, widerwillig unverständliche Exekutiventscheide zur Kenntnis zu nehmen, bedarf es einer Neuausrichtung der politischen Zusammensetzung der Regierung, mit dem Ziel der gemeinsamen Lösungsfindung wichtiger Probleme. Valérie Favre Accola ist über 20 Jahre politisch aktiv – erfahren, engagiert, lösungsorientiert. Genau diese Stimme braucht es, um die Konkordanz in der Bündner Regierung wiederherzustellen. Darum empfehle ich aus Überzeugung die derzeitige Standespräsidentin Valérie Favre Accola auf dem Wahlzettel anzukreuzen, und für die Grossratskandidaturen die Liste 4 der SVP in die Urne zu legen.
Hansjörg Ladner, Grüsch
