Curdin Brändli spricht den Eid auf Romanisch, denkt an nichts, und vieles funktioniert automatisch.
Herrschaft, Region
13. Mai 2026
Herrschaft
Vom Adrenalin der Vereidigung zum Alltag der Garde
Der Eid ist gesprochen, der Harnisch sitzt, der Puls rast. Seit rund vier Monaten lebt Curdin Brändli als Schweizergardist im Vatikan – zwischen jahrhundertealter Tradition, langen Wachen und Begegnungen mit dem Papst. Der Malanser erzählt von Nervosität, Stolz und einem Alltag, der ganz anders aussieht, als viele ihn sich vorstellen.
Als Curdin Brändli am Mittwochabend in der Aula Paolo VI des Vatikans vereidigt wurde, war an klare Gedanken kaum zu denken. «Ich bin ehrlich, ich war so nervös», sagt er rückblickend. Erst als der Vizekommandant Loïc Marc Rossier das Kommando «Ab» gegeben habe, sei die Anspannung abgefallen. «Da wusste ich: Jetzt habe ich es geschafft.» Grosse Herausforderung