Die Wolfshirten wollen eine gesetzliche Veränderung.
Graubünden, Region
16. Mai 2026
Graubünden
Wirksam verankern statt Schutzlücken finanzieren
Im Rahmen der Vernehmlassung zum landwirtschaftlichen Verordnungspaket 2026 hat eine Arbeitsgruppe mehrerer Tier- und Naturschutzorganisationen unter der Leitung des Vereins Wolfshirten klar Stellung bezogen. Die Organisationen begrüssen die finanzielle Abgeltung des personellen Mehraufwands im Herdenschutz, sehen jedoch bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Direktzahlungsverordnung (DZV) erheblichen Korrekturbedarf.
Zentrales Anliegen ist die Verankerung des Herdenschutzes als Sorgfaltspflicht im Tierschutzgesetz. «Herdenschutzmassnahmen müssen so definiert sein, dass sie Übergriffe bestmöglich verhindern, statt systembedingte Schutzlücken einzukalkulieren», hält die Arbeitsgruppe in ihrer gemeinsamen Stellungnahme fest. Der aktuelle Entwurf weist aus Sicht der beteiligten Organisationen formelle Mängel sowie inhaltliche Widersprüche zur Jagdgesetzgebung auf. Dies gefährde die Rechtssicherheit für Tierhaltende.