Repower lanciert variablen Stromtarif
Repower führt ab 2027 einen neuen, variablen Stromtarif für die Grundversorgung ein. Mit dem Modell «Optima» sollen Kund/innen finanziell profitieren, wenn sie ihren Stromverbrauch in Zeiten mit geringer Netzauslastung verlagern.
Das Angebot richtet sich an Haushalte und kleinere Gewerbebetriebe mit einem Jahresverbrauch von weniger als 50 Megawattstunden (MWh). Voraussetzung ist ein installierter Smart Meter. Bei «Optima» richtet sich der Strompreis nach der Auslastung des Netzes. Jede Stunde wird einer von drei Tarifstufen zugeteilt. Grün steht für eine geringe Netzauslastung und entsprechend günstigere Preise, etwa wenn viel Solarstrom ins Netz eingespeist wird. Gelb kennzeichnet eine normale Auslastung. Rot gilt bei hoher Netzbelastung und ist mit höheren Tarifen verbunden. Repower legt die Zuordnung der Stunden zu den drei Tarifstuzeuge. fen jeweils für ein Quartal im Voraus fest. Während des Quartals bleiben die Preise der einzelnen Stufen unverändert. Kundinnen und Kunden erhalten damit Planungssicherheit und können den Betrieb flexibler Geräte gezielt in günstigere Zeitfenster verschieben. Dazu gehören beispielsweise Elektroautos, Wärmepumpen und Geschirrspüler. Hintergrund des neuen Modells sind die zunehmenden Schwankungen im Stromnetz. Einerseits speisen immer mehr dezentrale Photovoltaikanlagen Strom ein, andererseits steigt der Verbrauch durch Wärmepumpen und Elektrofahr Dadurch wird das Netz je nach Tageszeit unterschiedlich stark beansprucht. Mit den zeitlich abgestuften Preisen will Repower Anreize schaffen, Lastspitzen zu reduzieren und den Stromverbrauch besser zu verteilen. Dadurch soll die bestehende Netzinfrastruktur effizienter genutzt werden. Gleichzeitig könne der Bedarf an kostspieligen Netzausbauten sinken. Mittel- und langfristig sollen auf diese Weise Netzkosten eingespart werden. Interessierte können sich ab Oktober über das Kundenportal «Miaenergia » für «Optima» anmelden. Der Wechsel in das neue Modell ist jeweils auf Beginn eines Quartals möglich. Wer sich nicht aktiv dafür entscheidet, bleibt automatisch im bisherigen Standardtarif. Das Modell verbindet individuelle Sparmöglichkeiten mit dem Ziel, die Belastung des Stromnetzes besser zu steuern. Entscheidend für die Ersparnis ist, wie flexibel der eigene Stromverbrauch zeitlich angepasst werden kann.